Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ein Lehrstück darüber, dass Literatur nach wie vor ein Instrument sein kann, die Welt zu erschließen“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Süchtig vom Herumschnüffeln“: Rache ist ewig: Wendy Law-Yone erzählt über ihre Begeisterung als burmesische Schriftstellerin für Friedrich Dürrenmatt. „Im Übrigen ist Dürrenmatt and Me – Eine Passage von Burma nach Bern ein Lehrstück darüber, dass Literatur nach wie vor ein Instrument sein kann, die Welt zu erschließen und sich zu ihr zu verhalten.“
    Wendy Law-Yone, Dürrenmatt and Me. Eine Passage von Burma nach Bern (Verbrecher Verlag)
  • „Auf den Bühnen des Herzens“: Dramatiker auf neuem Weg: Joshua Sobols allegorischer Roman Der große Wind der Zeit. „Von Kapitel zu Kapitel setzt er das Epos einer Familiengeschichte in plastische, scharf umrissene Bilder um, die wie auf einer modernen Drehbühne zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten spielen.“
    Joshua Sobol, Der große Wind der Zeit (Luchterhand Literaturverlag)
  • „Remi im Kongo“: Vorwärtstasten statt kolonialisieren: Koen Peeters erzählt von Erfahrungen jenseits westlicher Erwartungen. „Obwohl dieses Buch im eher protokollarischen Stil einer Ethnographie von den Gegebenheiten aus dem Leben seiner Helden berichtet, ohne diese zusätzlich zu dramatisieren, bleibt man gefesselt.“
    Koen Peeters, Der Menschenheiler (Osburg Verlag)

 

  • „Verse, die wie Pfauen kreischen“: Seine Epoche war eine brennende Gegenwart, 700 Jahre nach Dante Alighieris Tod ist sie erklärungsbedürftig. Wie also soll man ihn lesen? Antworten geben die Dichter, als erster Giovanni Boccaccio. „Der Leser betritt nicht nur das Jenseits, sondern eine vergangene Epoche, die einmal brennende Gegenwart war. Das ist erläuterungsbedürftig, aber nicht rätselhaft. Kommentare gibt es zuhauf, auch in deutscher Sprache.“
    Giovanni Boccaccio, Büchlein zum Lobe Dantes (Verlag Das kulturelle Gedächtnis)Franziska Meier, Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie. Biographie eines Jahrtausendbuchs (C.H. Beck)
  • „Die Schönheit denkt“: Eine Frau, die heißt wie ein Vulkan, will schreiben. Aber dafür ist die Welt noch nicht bereit in Auđur Ava Ólafsdóttirs feministischem Roman Miss Island. „Wohl selten wurde eine Paarbeziehung, der die erotische Dimension versagt bleibt und die dennoch von existenzieller Tiefe ist, so zart geschildert wie hier.“
    Auđur Ava Ólafsdóttir, Miss Island (Insel)

  • „‚Er wollte sich als islamischer Papst darstellen'“: Die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur über den Realpolitiker, den Religionsführer – und den empfindsamen Lyriker Ajatollah Ruhollah Khomeini.
    Katajun Amirpur, Khomeini. Der Revolutionär des Islams (C. H. Beck)
  • „Wie Keimlinge dem Asphalt entsprießen“: „Silvia Ferrara erforscht an der Uni Bologna antike Schriftsysteme. Welche genau und wie das vonstatten geht, erklärt ihr Buch Die große Erfindung: Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften, für das eine Zeitung sie zum Indiana Jones der Schrift erklärte.“
    Silvia Ferrara, Die große Erfindung. Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften (C. H. Beck)

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