Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ein opulent instrumentierter historiografischer Blockbuster“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Eine aussichtslose Liebschaft“: Marc Petitjean rekonstruiert in seinem Roman Das Herz – Frida Kahlo die Affäre der Malerin mit seinem Vater im Pariser Frühling 1939. „Marc Petitjeans Worte sind sachlich und schnörkellos, sie scheinen die Last der Protagonisten zu tragen, sind frei von romantischen Parolen oder glorifizierenden Paris-Beschreibungen.“
    Marc Petitjean, Das Herz – Frida Kahlo. Eine Liebesaffäre in Paris, Frühling 1939 (Verlag Schirmer/Mosel)
  • „Feuerzangenbowle statt Fack ju Göhte“: Pünktlichkeit, Höflichkeit, Fleiß: Michael Rudolph macht sich für klare Regeln im Schulalltag stark. „Lesenswert wird das Buch durch die immer wieder aufscheinende intellektuelle Redlichkeit des Autors, der die stärksten Argumente gegen sein strenges Regime selbst ins Spiel bringt.“
    Michael Rudolph und Susanne Leinemann, Wahnsinn Schule. Was sich dringend ändern muss, Rowohlt Berlin
  • „Oder möchte sie doch?“: Alma Mathijsens Novelle Ich will kein Hund sein. „Die Novelle macht ratlos, weder ist darin Witz, surreale Fantasie noch Satire welcher Art auch immer zu entdecken.“
    Alma Mathijsen, Ich will kein Hund sein (Verlag C. H. Beck)

  • „Woke im Westen“: Tom Holland hat einen opulent instrumentierten historiografischen Blockbuster geschrieben.“Und obwohl es fast durchgehend in diesem romanhaften Stil leiblicher Vergegenwärtigung verfährt, ist es doch ein sehr weiträumiges und ernsthaftes Buch. Es überspannt annähernd 2500 Jahre, von den Perserkriegen der Griechen bis zu Me Too.“
    Tom Holland, Herrschaft. Die Entstehung des Westens (Klett-Cotta)
  • „‚Schwarzsein ist eine Fiktion'“: Der amerikanische Publizist Thomas Chatterton Williams hinterfragt kritisch seine eigene Identität. Ein Gespräch über den neuesten Stand der Rassismus-Debatte in den USA und in Europa.
    Thomas Chatterton Williams, Selbstporträt in Schwarz und Weiß: Unlearning Race (edition TIAMAT)
  • „Hinter Gitter gerettet“: „Warum hassen wir Lyrik?“, fragt Ben Lerner. Auf die Theorie folgt die Praxis: seine gesammelten Gedichte. „Mit der Neuauflage seines Essays flankiert der Suhrkamp-Verlag jetzt die elegant ausgestattete zweisprachige Gesamtausgabe von Ben Lerners Gedichten. Sie zeigt, wie Lerner sich in der lyrischen Praxis mit Fragen des persönlichen Ausdrucks und des allgemeinen Anspruchs, der poetologischen Reflexion und des politischen Bezugs auseinandersetzt.“
    Ben Lerner, No Art. Poems. Gedichte (Suhrkamp Verlag)
    Ben Lerner, Warum hassen wir die Lyrik? Essay (Suhrkamp Verlag)
  • „Dunkles Chaos“: Ian McGuire erzählt vom täglichen Überlebenskampf im 19. Jahrhundert. „Ein unprätentiöser, fast stiller Roman, der seine Tiefe nie ausstellt und es schafft, in den rußschwarzen Straßen Manchesters grundlegende Fragen nach Gewalt, Schuld und Erlösung zu stellen.“
    Ian McGuire, Der Abstinent (dtv)

  • „Das Haus aus Sprache, an dem er lange baut“: Ein Besuch bei dem Dichter Franz Mon, der am Donnerstag seinen 95. Geburtstag feiert.
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