Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ein ungewöhnliches und tief berührendes Buch“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Unter Wespen“: Die vierbändige Werkausgabe Thomas Klings offenbart das Ausmaß der Bildung, Drastik und Komik dieses Dichters. „Klings Bedeutung erschöpft sich aber keineswegs in seiner ambivalent mitreißenden Lyrik, die er buchstäblich im Angesicht des eigenen Todes verfasste; sie liegt auch in seinen fulminanten Essays. Der Lyriker sei, so der Herausgeber des Essaybandes, Frieder von Ammon, ohne den Essayisten nicht zu haben, der eine ‚ohne den jeweils anderen‘ nicht ‚denkbar‘.“
    Thomas Kling, Werke (Hrsg. von Marcel Beyer, Gabriele Wix, Peer Trilcke und Frieder von Ammon; Suhrkamp Verlag)
  • „Blut ist kein besonnener Saft“: Dana Grigorcea setzt auf vampiristische Motive. „Die nicht sterben ist selbst ein vampiristisches Buch, das über seine Verweisflut bemüht ist, die eigene Blutleere zu kaschieren.“
    Dana Grigorcea, Die nicht sterben (Penguin Verlag)
  • „Großer Wurf mit kleinem Buch“: Ulrike Edschmids Roman Levys Testament. „Die einzige Enttäuschung ist die Kürze des Romans, der so kunstvoll erzählt ist, dass man gern noch viel mehr Seiten gelesen hätte. Die großartig komponierte Geschichte enthält alle Koordinaten eines breit angelegten Familienepos (…). Es ist ein ungewöhnliches und tief berührendes Buch. Ulrike Edschmid ist mit diesem Roman ein großer Wurf gelungen.“
    Ulrike Edschmid, Levys Testament (Suhrkamp Verlag)

  • „Angemessen gewaltig“: Judith Hermann wird für ihren Stil gefeiert und verspottet. Nun hat sie den idealen Stoff gefunden. „Konsequenter jedenfalls noch als in ihren bisherigen Erzählungen leert sie in ihrem neuen Roman Daheim die Welt aus, und es ist wieder eigenartig zu beobachten, wie das als literarisches Verfahren funktioniert (…). Hermanns erzählte Welt sieht aus wie Bilder von Vilhelm Hammershøi und Edward Hopper.“
    Judith Hermann, Daheim (S. Fischer Verlag)
  • „Illiberale Sicherheit“: Wie lässt sich über koloniale Verbrechen sprechen, ohne den Holocaust zu verharmlosen? A. Dirk Moses versucht eine Antwort. „Seine Pionierstudie The Problems of Genocide zeigt, dass die deutsche Öffentlichkeit gut beraten wäre, die globalgeschichtliche Genozidforschung stärker als bislang zur Kenntnis zu nehmen, selbst dann, wenn sie primär an der Geschichte des eigenen Landes interessiert ist.“
    A. Dirk Moses, The Problems of Genocide. Permanent Security and the Language of Transgression (Cambridge University Press)
  • „Ein sanfter Trip“. Klaus Modicks „Taugenichts“-Roman Fahrtwind. „Und dazu taugt das Büchlein nun allemal: die Erinnerung an einen vermeintlich bekannten Dichter zu beleben, bei dem es immer noch so vieles zu entdecken gilt, dass er von Zeit zu Zeit durch sein eigenes Zauberwort geweckt werden muss.“
    Klaus Modick, Fahrtwind (Kiepenheuer & Witsch)

 

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