Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Kapitalismus, Pop und Kinderbücher

Umgeblättert heute: Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

Neue Sachbücher

  • „Auf den Hund gekommen“: Paolo Rumiz entdeckt „Landstriche, denen Korruption, Gier und Gleichgültigkeit stark zugesetzt haben“: „Ein durch und durch italienisches Buch, dem eine außergewöhnliche Binnenansicht gelingt“.
    Paolo Rumiz, Die Seele des Flusses. Auf dem Po durch ein unbekanntes Italien (Folio)
  • „Erwartungen müssen eben befeuert werden“: Jens Beckert entwirft eine Theorie kapitalistischer Dynamik: „Seine Darstellung des Kapitalismus als hochanpassungsfähiges System, das alternative Ideen durch Vereinnahmung ausschaltet, klingt schon fast nach einer Ewigkeitsvorstellung.“
    Jens Beckert, Imaginierte Zukunft. Fiktionale Erwartungen und die Dynamik des Kapitalismus (Suhrkamp)
  • „Mit allen Sinnen“: Christoph Metzger versucht sich in Neuroarchitektur: „Mit etwas gutem Willen kann man hier von ‚künstlerischer Forschung‘ sprechen, die anschaulich und assoziativ verfährt.“
    Christoph Metzger, Neuroarchitektur (Jovis)

 

  • „Ein Gletscher im Whiskeyglas“: Die Apokalypse als Erfolgsrezept: „Wirklich gelungen ist Maja Lunde ihr neuer Ökokatastrophenroman aber nicht.“
    Maja Lunde, Die Geschichte des Wassers (btb)
  • „Sehnsucht nach Idylle“: Georg Seeßlens „mit einer lakonischen Emphase geschriebene Buch“ ist „durch seine panoramatische Perspektive mit großem Gewinn zu lesen“.
    Georg Seeßlen, Is this the End? Pop zwischen Befreiung und Unterdrückung (Edition Tiamat)

  • „Dieser Schatz wurde schon vor langer Zeit gehoben“: Gar nicht so unbekannt wie zum Verkaufsstart angekündigt:
    Otfried Preußler, Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete (Thienemann-Esslinger)
  • „Explosion des Neuen“: Das kritisch edierte Hauptwerk von Jacob Burckhardt.
    Jacob Burckhardt, Die Cultur der Renaissance in Italien. Kritische Gesamtausgabe der Werke Jacob Burckhardts, Band 4 (C.H. Beck)
  • „Die Fatwa ist passé“: Autorin Najem Wali über ihren „vergeblichen Besuch in der iranischen Botschaft in Berlin“.
    Zuletzt erschien von ihr: Saras Stunde (Hanser)
  • „Im Auto schlafen“: Ein „gelungenes Debüt“ über die „in der Wohlstands-Saturiertheit enthaltenen Unglückspotentiale“.
    Nina Lykke, Aufruhr in den mittleren Jahren (Nagel & Kimche)

Kinder- und Jugendliteratur

  • „Tränen helfen den Toten nicht“: Dirk Pope erfindet das Genre des Roadmovie in seinem Roman nicht neu, „liefert aber eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die er mit viel Einfühlungsvermögen für seinen Protagonisten und reichlich Sprachwitz geschrieben hat“.
    Dirk Pope, Abgefahren (Hanser)
  • „Warum gerade ich?“: Amanda soll für ihren Mitschüler Verantwortung übernehmen – Norwegische Kinder haben Akerlies Erstlingswerk zum Kinderbuch des Jahres gewählt.
    Iben Akerlie, Lars, mein Freund (dtv)
  • Taschenbücher:

Gavriel Savit, Anna und der Schwalbenmann (cbt)

Ute Krause, Im Labyrinth der Lügen (cbj)

 

 

 

 

 

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