Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ob das die wahre Hölle ist?“

Umgeblättert heute: Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Nur ein Fehler, und alles ist verloren“: Thomas Stangl schickt einen Architekten in den Süden und lässt ihn dabei „die Hohlräume seines Inneren erkunden“: „Bei aller sprachlich beeindruckenden Musikalität und Tempiwechseln fühlt man sich auf Dauer doch etwas sediert.“
    Thomas Stangl, Fremde Verwandtschaften (Droschl)
  • „Sie legten das Bekenntnis zur Demokratie ab“: Jens Hacke würdigt liberale Denker der Weimarer Republik und will sein Buch „explizit als Beitrag zur theoretischen Erneuerung des Liberalismus verstanden wissen“.
    Jens Hacke, Existenzkrise der Demokratie. Zur politischen Theorie des Liberalismus in der Zwischenkriegszeit (Suhrkamp)
  • „Gegen die Klippen des Äthers branden die Wogen der Geschichte“: Tobias Döring legt Stefan Schütz‘ Beelzebub „getrost in der Schublade für die Ewigkeit ab“: „Selten hat man einen derart ausschweifenden, dazu redseligen Text gelesen, der sich so wenig – so vorsätzlich wenig – um Lesbarkeit zu scheren scheint und sich dermaßen selbstbezogen wie auch selbstbezüglich gibt, dass man sich fühlt wie ein geladener Partygast, der doch den ganzen langen Abend mit keinem ein Wort wechseln kann: Alle reden über Dinge, die einem irgendwie nichts sagen. Ob das die wahre Hölle ist?“
    Stefan Schütz, Beelzebub (Matthes & Seitz)

  • „Lass dir was einfallen, Baby“: Ein kühnes, „darum manchmal überkandideltes Buch“, dessen stärkste Seite es ist, dass „die Autorin deutlich machen kann, welche tragischen Verluste wir uns mit unserer Rücksichtslosigkeit, auch mit unseren immer spärlicheren Gelegenheiten zur Begegnung mit Tieren zufügen“.
    Elena Passarello, Berühmte Tiere der Menschheitsgeschichte (Hanser Berlin)
  • „Die große Politik im kleinen Saint-Denis“: Seit zehn Jahren sind seine Bruno-Krimis ein großer Erfolg: Rund fünf Monate im Jahr verbringt Martin Walker im Périgord, der „guten Weine und der französischen Lebensart wegen.“
    Martin Walker, Revanche (Diogenes)

  • „Ach, das Meer ist aus blauem Glas“: Das Sommerheft der Zeitschrift für Ideengeschichte zum Thema „Intelligenzbad Ahrenshoop“ (bei C.H. Beck).
  • „Der Simsalabim und seine 14 Uhren“: David Schalkos Roman über die Unterwelt der Nachkriegsjahre in Wien: „Es ist ein Ton, den man so noch nie gehört hat, und eine Haltung, die man vielleicht am besten als Splatter-Stoizismus bezeichnet.“
    David Schalko, Schwere Knochen (Kiepenheuer & Witsch)

 

  • Heute nichts

 

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.