Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Thalia hat China Verkaufsflächen für regierungskoforme Bücher verkauft. Wie soll man damit umgehen? 

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

 

Neue Hörbücher

  • „Vier Wochen in der Hölle“: Von den Schlachtfeldern ins Exil: Neue Hörspiele nach Romanen von Erich Maria Remarque./Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues (Hörspiel mit Patrick Güldenberg, Tino Mewes u.a.) und Die Nacht von Lissabon (Hörspiel mit Max von Pufendorf, Max Simonischek u.a. (beide Audio Verlag))
  • „Die Straßen der Berliner Kommune“: Ein schönes Wort ist ein Glücksfund wie ein gutes Brett: Lutz Seiler liest seinen Roman Stern 111 (Audio Verlag)
  • Erinnerungen eines Lausemädchens: Was die Enkeltochter eines Bäckermeisters Anfang der fünfziger Jahre erlebte, erweckt Katharina Thalbach in einem Podcast zum Leben./Sally McGrane: Ollarikchen – die Wilde von der Weinreihe (Gesprochen von Katharina Thalbach, Musik von Axel Scheele. Jeden Tag erscheint eine neue Folge unter: www.ollarikchen.de

  • „Harmonie und Literatur“: Die Buchhandelskette Thalia hat China Verkaufsflächen für regierungskoforme Bücher verkauft. Fälle wie dieser werden sich angesichts der aggressiven Informationspolitik Chinas häufen. Wie soll man damit umgehen? Einer Sinologin fiel das alles auf, verschiedene Medien baten Buchhändler um Erklärung, und dieser reagierte auf denkbar ungünstigste Weise: Eine Sprecherin erklärte, es handele sich erstens nur um einen zeitlich befristeten Test in drei Filialen und zweitens finde eine kritische Auseinandersetzung mit der chinesischen Diktatur auch weiterhin im Sortiment statt, nur eben in anderen Regalen. Diese Argumentation nutzt die chinesische Regierung in zweierlei Hinsicht. Zum Einen ist ein Tabu auch dann gebrochen, wenn man den Tabubruch nur zeitlich und örtlich befristet testet. Erst vor ein paar Tagen hab es in Europa einen ganz ähnlichen Fall: Als der britische Nordirland-Minister Brandon Lewis im Londoner Unterhaus gefragt wurde, ob das neue Haushaltsgesetz der englischen Regierung das Völkerrecht breche, antwortete er: Ja, aber nur in „sehr spezifischer und begrenzter Weise“. Gebrochen ist das Völkerrecht natürlich trotzdem.  Und indem sich Thalia zum Anderen darauf beruft, neben chinesischer Staatspropaganda auch kritische Literatur anzubieten, geht das Unternehmen der so genannten „faux objectivity“ auf dem Leim, der falschen Ausgeglichenheit.
  • Von SZ-Autoren: Hilmar Klute über das Paris der Anschläge: Oberkampf (Galiani)

  • „Das Buch ist eine Materialsammlung zum Thema Heißhunger und Askese, Glückssuche und wirtschaftlicher Zwang, eine Recherche, für das man das Haus nIcht verlassen muss und bei der das Internet hilft – fast alles lässt sich rasch nachvollziehen. Zugleich könnte das Internet das mangels bequemer Stichworte nicht bieten ohne die Fantasie, die Findigkeit und die weiträumigen Lektüren der Schriftstellerin.“/Dorothee Elmiger: Aus der Zuckerfabrik (Hanser)
  • „Die Guten, die Bösen und die Möglichkeit, nichts als glücklich zu sein“: Intensiv, aber entspannt im Ton./Jean-Paul Dubois: Jeder von uns bewohnt die Welt (dtv)
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