Literaturpreise Welt-Literaturpreis 2016 für Zadie Smith

Den mit 10.000 Euro dotierten Welt-Literaturpreis des Jahres 2016 erhält die britische Schriftstellerin Zadie Smith. Sie wird damit für ihr literarisches Gesamtwerk geehrt. Der Preis wird am 10. November in Berlin verliehen.

„Zadie Smith ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen unserer Zeit“, heißt es in der Begründung der Jury. „Ihre Romane von dem Debüt Zähne zeigen bis zu London NW – erzählen von der Suche nach Identität und Glück in einer sich rasant verändernden Welt, die von Globalisierung, Migration und urbanem Wandel geprägt und auch zerrissen ist. Mit wachen Augen und Ohren und einem scharfen Bewusstsein für kulturelle wie soziale Prägungen thematisiert sie in ihren Romanen und Kurzgeschichten das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und religiösen Wertesystemen und Traditionen. Angesichts der aktuellen europäischen Debatten um Flüchtlingspolitik und Integration sind ihre Werke daher von besonderer Aktualität.“

Zadie Smith wurde am 27. Oktober 1975 in London geboren, als Tochter eines englischen Vaters und einer aus Jamaica stammenden Mutter. Sie studierte Englische Literatur am King’s College in Cambridge. Im Herbst 2017 wird ihr aktueller Roman Swing Time bei Kiepenheuer & Witsch erscheinen.

Zadie Smith ist die achtzehnte „Welt“-Literaturpreisträgerin nach Karl Ove Knausgård (2015), Haruki Murakami (2014), Jonathan Franzen (2013), Zeruya Shalev (2012), Albert Ostermaier (2011), Claude Lanzmann (2010), Philip Roth (2009), Hans Keilson (2008), Daniel Kehlmann (2007), Rüdiger Safranski (2006), Yasmina Réza (2005), Amos Oz (2004), Jeffrey Eugenides (2003), Leon de Winter (2002), Pat Barker (2001), Imre Kertész (2000) und Bernhard Schlink (1999).

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis erinnert an Willy Haas, der 1925 die Literarische Welt gründete. Ausgezeichnet werden ein einzelnes Buch oder ein literarisches Gesamtwerk. Zur Jury gehören Richard Kämmerlings, Leiter der Literarischen Welt, Wieland Freund, Literaturredakteur der Welt, und Cornelius Tittel, Chefredakteur des Kunstmagazins Blau.

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