Der Verlag hofft damit, "die kritische Phase zu überstehen und Arbeitsplätze zu erhalten" oekom verlag meldet Kurzarbeit an

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen auch den oekom verlag. Ab April nimmt der Verlag deshalb Kurzarbeit in Anspruch.

„Seit die Buchhandlungen geschlossen sind, ist der Buchabsatz innerhalb weniger Tage drastisch eingebrochen. Gleichzeitig beobachten wir, dass Bücher vermehrt remittiert werden. Bei den Publikumszeitschriften fehlen viele Verkaufsstellen, der Absatz der Zeitschriften im Bahnhofsbuchhandel wird – mangels Kunden – voraussichtlich ebenfalls stark zurückgehen“, sorgt sich Verleger Jacob Radloff. Zudem sei man mit Einbußen bei den Anzeigenumsätzen konfrontiert.

oekom rechnet auch weiterhin mit erheblichen Umsatzeinbrüchen – je nach Unternehmensbereich und Produkt – von 50 % und mehr. Aufgrund der unsicheren Situation im Buchhandel musste das Sachbuchprogramm für den Herbst erheblich reduziert werden. Dies habe unmittelbare Auswirkungen auf das Arbeitsvolumen etwa in Lektorat oder Herstellung, erklärt Buchbereichsleiter Christoph Hirsch. Im Unternehmensbereich Zeitschriften kommt es vor allem im Anzeigengeschäft und in Vertrieb und Marketing aufgrund wegfallender Absatzwege sowie abgesagter Messen und Tagungen zu Arbeitsausfällen.

Mit Hilfe der Kurzarbeit hofft der Verlag, die kritische Phase zu überstehen und Arbeitsplätze zu erhalten, obwohl die aktuelle wirtschaftliche Situation für das Unternehmen äußerst schwierig ist. „Unser Ziel ist es, für jede*n einzelne*n Mitarbeiter*in eine gute und einvernehmliche Lösung zu finden“, so Radloff. „Wenn wir jetzt zusammenstehen, bekommen wir das hin.“

 

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