Der Messe-Mayer Alle Kolumnen von 2004 auf einen Blick – mit Messeklatsch Bonus vom Vortag (und Orange Bild nachgereicht)

Die Nullnummer: Wie ich beinahe auf der Berlin Verlag Party gelandet wäre
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Na, das war doch schon mal ein Einstand nach Maß: Erst Oliver Zille getroffen und mit ihm über das Messegerücht gesprochen, dass Claudia Reitter die Nachfolge von

Volker Neumann(l),Klaus Eck

Volker Neumann antritt. (Sie dementiert später beim rappelvollen, aber drückend heißen Bertelsmann Club Abend das von der FAZ lancierte Gerücht, mit dem die Messe traditionell über den Dächern von Frankfurt im Maintower startet . „Nie im Leben….“).

So spät am Abend rätseln ihre Vorgänger bei Random House und noch Amtsinhaber Volker Neumann draußen im Innenhof des FRANKFURTER HOFES mit Ex-Random House Kollegen (u.a Georg Reuchlein und Klaus Eck), wer das Gerücht lanciert hat. Der laue Sommerabend hält die Runde (dabei auch Randomhouse-Lizenzchefin Bettina Breitling und Droemer-Verleger Dr. Hans Peter Übleis, ] davon ab, nach dem Besuch beim Club noch den alten Freund Dr. Arnulf Conradi beim Berlin Verlag zu besuchen. Man entscheidet sich, den lauen Sommerabend der Party vorzuziehen – aber Messedirektor Volker Neumann stößt dazu, erzählt von der bewegendsten Messeeröffnung seit Jahren und dem anschließenden Ballettabend, den auch H.P.Übleis besucht hat.

So schön könnte jeder Messeabend sein….und man verpasst die Nachricht, die erst heute um 11 offiziell bekannt werden soll, dass Berlin über Prolit auch die Auslieferung der Londoner Kollegen mit übernehmen wird.

Das BuchMarkt Orange Team

Doch die wahre Eröffnung der Messe hat schon um 17 Uhr beim BuchMarkt-Stand stattgefunden: Das ganze Team im orangenen Hemd, 120 Liter Diebels-Alt flossen dort von 17-18 Uhr, auch wenn KiWis Reinhold Joppich seit Jahren kein Altbier mehr getrunken hat. 300 Brezeln (gestiftet vom Hädecke-Verlag, viele Jahre Standnachbar auf der Messe, jetzt zwei Gänge weiter in Halle 3) fanden in der kurzen Zeit einen Abnehmer (Tochter Julia, Grafikagentur Nett & Artig work@nettundartig.de, zapft übrigens, hat sie damals bei uns als Azubi auch gelernt)…..

Unter den Gästen gesichtet Christine Paxmann und Bodo Horn-Rumold, Baumhaus ( „Der Erfolg mit den Wilden Kerlen hält an“); Klaus Eck (Random House: „Christa Wolfs Backlist bleibt, will nur Gesamtwerk mal bei Suhrkamp haben“); Wolfgang Hölker (Coppenrath) – („Wenn wir nur genug Nachschub für unseren Superbestseller Lillifee hätten, können kaum liefern „); Georg Kessler (GU); Günther Berg (HoCa) ; BuchMarkt-Kolumnist Dr. Heinz Gollhardt („immer noch sauer über die technische Panne mit seiner Kolumne“); Dr. Hans-Christian Rohr (Argon, gerade eingestellt), mit zwei Titeln auf der Bestsellerliste, aber gerade freigestellt; Josef Schaaf (Agentur Network, dessen geniale Anzeige für die Buchmesse („alle Bücher sind wirklich gelegt worden, nix montiert – und London weggelassen…..“), Michael Meller („Warum hast Du die Pendo Meldung so spät gebracht?“); Ekkehard Faude (immer noch nicht fröhlich darüber, dass ihn Ulrich Ritzel verlässt. Aber: in froher Erwartung auf das Event mit Michael Krüger (am BuchMarkt Stand heute um 17 Uhr, wenn sein Buch über den Zusammenhang Literatur und Alkohol vorgestellt wird) und auch dabei Thomas Ganske: „Es müsste ein Buch über den Zusammenhang Journalismus und Alkohol geben….“

W.Stephan, G.Berg, Thomas Ganske (v.l)

Traditionell kommen immer alle Diogenes Leute zu uns. Erstens weil sie mit dem Standaufbau schon fertig sind, zweitens weil Regine Mosimann unbedingt fotografieren will (fotografiert fast alle Diogenes Autoren), und Winfried Stephan. Daniel Kampa ist zum ersten Mal dabei und Stephan Fritsch freuen sich, das Jahr besser als Plan im Griff zu haben. Andreas Wiedmann (Motorbuch) erzählt die Anekdote wie eine Buchhandlung mit Postfiliale nahe an der Depression ist, weil ihre Kunden täglich Amazon Buchpakete abholen) und Ekkehard Müller (im T-Shirt Eulen-Disign) wie toll das Kinderbuch („Eulen“) von Carl Hiaasen gelaufen ist (das Hemd will er mir noch schicken)…

Arnulf Conradi (l) und Nigel Newton

Ach, alle Namen kann ich hier nicht vermelden: Felicitas Feilhauer kommt nicht, schenkt mir aber den neuen ECO (alle sind neidisch….). Hein Gericke, früher Ladenkette mit Motorsportbekleidung, jetzt als Verleger erstmals auf der Messe („Gerickes 1oo Jahre Sportwagen“, Halle 3, B 101) kommt aber gerade an den Stand und verhindert, dass ich die Kolumne hier zu Ende schreibe. Sie muss jetzt ins Netz. Und Bloomsbury Chef Nigel Newton habe ich nicht kennengelernt, hier aber das Foto, das Uli Hörnemann gestern Abend gemacht hat.
CVZ

Matthias Mayers tägliches Messe-Update

Hier fängt der MESSE-MAYER wirklich an:

Was am Messemittwoch so los war
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Viel nämlich. Ich habe Manfred Mai getroffen und ihn gleich mit „Sie sind Thomas Brezina!“ begrüßt, aber umgekehrt wäre es schlimmer gewesen.
Herr Mai indes nahm’s locker.

Ich habe bei Vittorio Klostermann einen Heidegger bestellt, natürlich gebunden und nicht etwa im Taschenbuch. Herr Klostermann, einer der letzten Felsen der Spaßgeneration, bestand aber darauf, dass eine broschierte Ausgabe noch lange kein „Taschenbuch“ sei.
Recht hat er, und Danke nochmals.

Schmelztiegel des Tages war die Lizenzenvergabe von Michael Martins Bildbandhit Die Wüsten der Erde, verlegt bei Frederking & Thaler. Das Buch wurde in so viele Länder verkauft, dass man den Eindruck haben wollte, wenigstens in Halle 3.0 liegen sich alle Nationen dieser Erde in den Armen.

Sven Regener

Endlich habe ich die Reihenfolge von Sven Regeners Herr-Lehmann-Trilogie begriffen: 3 – 1 – 2. Man kann sie aber auch in der richtigen Reihenfolge lesen, sobald der letzte bzw. also zweite Band erschienen ist.
So ähnlich wie bei Georg Lukacs.

Insgesamt habe ich vier Kilo Literaturbeilagen, Tageszeitungen und alte Titanic-Ausgaben eingesammelt; es hatte also fraglos auch sein Gutes, mit einer riesigen Tüte für ZVAB Werbung zu laufen.

Clever, ZVAB, diese Tüten gleich am Eingang zu verteilen. Ich habe sie mal ausgemessen und komme auf 0,45 Quadratmeter Werbefläche.
Wann ich diese ganzen Beilagen lesen soll, weiß ich auch nicht.
Sicher erst nach der Messe.

Stellen Sie sich vor, bei Rowohlt habe ich ein riesiges Plakat von Robbie Williams gesehen, schon lange einer meiner Lieblingsautoren. Leider saß Alexa Henning von Lange davor, also habe ich es nicht fotografieren können.

Pierre Brice

Am Lübbe-Stand habe ich auch Pierre Brice fotografiert, dazu musste ich mich sogar extra in eine lange, von Bodyguards gesäumte Schlange einreihen. Als ich endlich drankam, gab mir Pierre Brice ein Autogramm. Wie lehnt man so was denn höflich ab? Jetzt habe ich einen Tomahawk im Kopf.

links Andrea Lederer, rechts Ute Freudenberger, in der Mitte Amor

Und jetzt kommt ein Foto, das zwei charmante Damen von arsEdition zeigt: links Andrea Lederer (Marketingleitung) und rechts Ute Freudenberger (Programmleitung), und zwischen ihnen Amor. Doch, wirklich! Und Amor ist nackt!

Auf den Donnerstag freut sich

Ihr

MesseMayer

Das war der Donnerstag
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Heute habe ich den nagelneuen Reclam-Messestand besichtigt. Reclammodefarbe für diese Saison: Verlässlichgelb (letztes Jahr: Kadmiumgelb, davor Zitronenfaltergelb.) Und schön ist der Stand geworden: Alles etwas lichter, übersichtlicher, einladender, irgendwie distinguiert mit runden Ecken. Habe trotz der neuen Einrichtung Helmut Markwort knipsen können.

Schön geworden: Der neue Messestand von Reclam
Schön geblieben: Markwort & Reclamgeschäftsführer Dr. Frank Rainer Max

Ebenfalls ein gelber Verlag: Langenscheidt. Ausweislich eigener Beschilderung gab es „Tütenausgabe“ leider nur „zur vollen Stunde“, Foto siehe Meldungen vom Sonntag. Trotz dieser bedauerlich straffen Reglementierung ehrt es Langenbreit, dass der traditionsreiche Münchner Verlag in dieser ewigen Legalisierungsfrage eine Vorreiterrolle einnimmt.

Wo andere Goldene Schallplatten haben, hat er sich ein Goldenes Buch erarbeitet: hobbythek-Autor Jean Pütz stellte bei seinem Hausverlag vgs „Das Beste aus 30 Jahren hobbythek“ vor. Zusammen mit WDR-Redakteur Jörg Knör. Und ungezählten (weiblichen) Fans!
Doch, der Pütz!
Jean „Ich habe das hier schon mal vorbereitet“ Pütz!

Zur Erholung dreht man am besten eine Runde in der unspektakulärsten aller Hallen. Nicht von ungefähr steckt Zen in dem Wort Sortimenterzentrum. Kein Gedrängel, keine Kameras, kein Prominenter. (Obwohl man für Hellmuth Karaseks Abwesenheit niemals garantieren kann.)
Allerdings haben sie dieses Jahr den Hessischen Rundfunk im gleichen Zimmer untergebracht, das brachte ein wenig Leben in die Bude. Susanne Fröhlich hatte einen Auftritt, aber viel wichtiger waren die echten Augsburger Puppenkistenpuppen!
Die Originale!

Urmel, Jim & Lukas!

Als die auf die Bühne kamen, verlor ich eine Träne der Rührung. Gerade als ich hoffen wollte, dass niemand es gesehen hat, nickte mir hr-Fernsehdirektor Hans Werner Conrad nachsichtig lächelnd zu. Super. Meine Frau hasst es, wenn ich wegen Kindersendungen weine, und jetzt weiß es der ganze hessische Rundfunk.

v.l.n.r.: hr-Chef Hans Werner Conrad, Michael Hoffmann (hr-Media) und Susanne Fröhlich aus der bei Journalisten geschätzten Urmelperspektive

Wenn man dann auf dem Rückweg bei Coppenrath vorbeikommt, kriegt man sofort einen Insulinschock, weil alles so süß ist, vorbei an GU, wo das alljährliche Reality Cooking betrieben wird.
Am Herd standen die Klitschkos und schlugen in die Pfanne, was immer man ihnen hinhielt. (Das ist natürlich gelogen, aber auch recht, solange sie nur nicht wieder die Feldbusch-Pooth an den Tiefkühlspinat lassen.)

Mein schönstes Erlebnis war, als ich heute den Christoph getroffen habe. Den aus der Sendung mit der Maus. Fast hätte ich wieder geflennt.

Das ist der Christoph. Der hat keinen Nachnamen. Das klingt komisch, ist aber so. Und hier ist ein Bild von ihm.

Christoph Biemann (also doch!)

Mein anderes schönstes Erlebnis war Dolly Buster. Ich bin mir nicht sicher, ob sie es wirklich war; diese Aufgepumpten sehen sich alle so ähnlich, und ich hatte keinen Weitwinkel dabei.

Aber bevor ich das Niveau wechsle, muss ich Ihnen noch sagen, wie der Chef von Franziska von Almsick geschwärmt hat: Rücken an Rücken habe er mit Ihr gestanden, und als er das erzählte, hat sogar sein Sakko Gänsehaut bekommen.

Mein drittes schönstes Erlebnis war die tolle Strizz-Tasse bei C.H. Beck. Man schenkte mir eine, die ich dann stolz vor mir her trug.

Brigitte Loesdau bei Knaur sah’s und fiel in Entzücken und wollte auch eine. Ich hin zu Beck, noch eine Tasse für Loesdau loseisen; Beck war total grozügig und warf mir gleich zwei hinterher, damit ich endlich abhaue.
Eine davon tauschte ich bei Knaur gegen Friedrich Hechelmanns Boccaccios Decamerone, und deshalb lieben wir die Buchmesse.
Knaur, Beck und ich.

Als ich dann endlich Pause machte, fand ich eine gute Gelegenheit, um Helmut Benze bei seiner eigenen Pause zu stören. Wenn mich ein Journalist beim Essen stören würde, würde ich wahrscheinlich sofort vor Stress aus den Augen bluten.

Apropos Stress:

Arme Internetprojektleiter müssen im Messekeller eine Internetseite aus dem Boden stampfen, in frankensteinischer Geschwindigkeit (und bitte etwas hübscher als der beühmteste Homunkulus der Weltliteratur), während andere Leute sich und ihre Literaturnobelpreise feiern lassen – Glückwunsch, Frau Jelinek!

Bei Rowohlt hat Dirk Moldenhauer diese Heldenaufgabe übernommen, gelöst und binnen drei Stunden ein feines Nobelpreisportal gezaubert.

Dafür ein Schüttelhaiku:

Bei Rowohlt an der holden Mauer
Tippt sich wund Herr Moldenhauer.

Aber jetzt will ich Schluss machen, nach diesem Tag fühlen sich meine Füße an als wären sie Dolly Buster.

Ihr
MesseMayer

Freitag – auch schon wieder vorbei
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Heute war ich als Außenkorrespondent fern der Messe unterwegs und insofern für diesen Bericht auf verschiedene Quellen angewiesen.
Bis es Abend war, hatte ich erst zwei Meldungen erhalten; die eine handelte von Käsehäppchen, die andere von Petersiliensalat. Im Ernst!

Grrr… Wenn man nicht alles selber macht! Samstag komme ich wieder persönlich auf die Messe.

Aber nun gut. Hier die zwei Meldungen:

Der Petersiliensalat wurde präsentiert anlässlich des Kochbuches der Stiftung Warentest, aber auch anlässlich des diesjährigen Mottos Arabische Welt. Er muss so gut geschmeckt haben, dass die Menschen wie Oliver Twist trotzig nach einer zweiten Portion bettelten.

Er wurde nicht etwa mit Bulgur zubereitet, sondern mit Tabouleh; und mehr kann nicht einmal ich aus dieser Meldung herausholen.

Hier die andere Meldung. Ich erhielt sie anonym, aber da das beigefügte Foto betitelt war mit vgs_freß.bmp, würde ich mal wild den Kollegen Faure raten.

Zwei Häppchen, drei Nachnamen: Neuner-Duttenhofer, Meuth

„Es müssen nicht immer sauteure Messewürstchen sein. Culinaria by walking around bieten mehr als nur einen Ersatz. Leckeres von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer zum Beispiel. Die kochen seit 15 Jahren im WDR. Lauter Leibgerichte hat der vgs-Verlag jetzt als Begleitbuch zur Sendung ServiceZeit vorgelegt. Zum großen Topfrühren hatte das erfolgreichste Fernsehkoch-Duo am Messestand freilich keine Zeit. Aber der Käse war lecker. Und kam für mich gegen 14 Uhr zur rechen Zeit…“

Lübbe hat auf den überraschenden dritten Platz seines Bestsellers Die Säulen der Erde kreativ reagiert und extra ein paar Brocken Messemauer irgendwo herausgebrochen, um sie hübsch um den Longseller zu drapieren. Entweder das, oder die haben wirklich sehr gute Dekorateure.

Dtv hat dieses Jahr seinen Stand näher an Licht und Luft, die Stände an den Halleneingängen bilden energetische Portale und wirken daher besonders einladend.

Das mit den energetischen Portalen streichen Sie doch lieber.

Lena Gorelik und Adrian M. Schell

Aber betrachten Sie bitte das Foto mit meinem alten Bekannten, dem dtv-Verkaufsleitungs-Assistenten Adrian M. Schell, und seiner reizenden Bekannten, der Newcomer-Autorin Lena Gorelik, verlegt bei SchirmerGraf.

Als nächstes soll ich den Esslinger-Verlag grüßen, und zwar von meiner Mutter und ergo meines kleinen Kindes Oma. Oma sagt, der kleine wünscht sich ein Buch von Rabe Socke. Ich glaube, Oma tickt nicht richtig! Ich werde doch meine internationalen Kontakte auf dieser Messe nicht missbrauchen, um ein Kinderbuch zu ergaunern. Weder werde ich bei Esslinger betteln gehen, noch werde ich den Namen Esslinger in diesem Absatz viermal vollfett drucken, nur um ein kleines Kind glücklich zu machen. Tut mir leid Mutti. Ach ja, Esslinger, Alles wieder gut sei bereits vorhanden.

Setlur, Scooter, Kafka

Bei Eichborn Lido haben Sabrina Setlur und Scooter-Frontman HP Baxxter eine CD live eingelesen. Das war nicht so erstaunlich, wie man hätte befürchten müssen.

Sabrina Setlur (l.) wird interviewt, hinten (blond) sieht man Scooter

Ich fand es sogar schade, dass Herr Scooter nicht so liest wie er singt; das hätte noch besser zum Thomas-Bernhard-Text gepasst.

Frau Setlur und Kafka, da wäre mir auch niemand besseres eingefallen.

Eichborn ist auch eine gute Gelegenheit, Daniela Ebeling zu grüßen, die sich laut eigener Aussage zur Zeit so fühlt, als sei sie mit Alexander von Humboldt verheiratet.
Was das genau bedeutet, will ich hier nicht letztgültig klären.

Rowohlt & Jelinek: Nochmal Glückwünsche. Wann immer man heute seine Ohren auf Durchzug stellte, um sich besser zu konzentrieren oder um an einer Zigarette zu saugen, drang anhaltendes Jelinekgemurmel ein.

Heyne: Was für ein sympathischer, unauffälliger, ja nachgerade angenehm durchschnittlicher Mensch David Sedaris ist, musste ich feststellen, als ich einen Pressetermin verpasste und den Autor danach in der Menschenmenge suchen musste.

David Sedaris bei Heyne

Viele Autoren sehen zehn Meter gegen den Nebel aus wie jemand, der für einen Autoren gehalten werden will. Nicht so Sedaris.

Auf dem Heyne-Sofa habe ich ihn dann doch noch erwischt, nachdem ich irrtümlich erst eine Vetriebsfrau, dann den Hausmeister, dann den Hund vom Hausmeister für Sedaris hielt.

Und wenn Sie mir gestatten, nochmals auf Donnerstag zurückzugreifen: Dass Volker Reiche nicht von Frau Heidenreich, sondern von Robert Gernhardt, the Dichter himself, verhört bzw. vorgestellt wurde, war mir eine große Freude, einerseits, weil ich Gernhardt schätze, andererseits, weil ich mit Frau Heidenreich ohnehin noch die ein oder andere Hühnerfarm zu rupfen habe, und weil ich drittens ein Strizz-Interview im Ponyhofstil nicht auch noch mit auf die Bilanz setzen müssen will.

„leider“ nicht Elke Heidenreich: Robert Gernhardt
Das einzige Foto, das von Volker Reiche existiert

Bei Klett-Cotta habe ich eine Schelling-Biographie erstanden. Ich hatte den Eindruck, bei Klett-Cotta ist man dankbar für jeden Sortimenter, der sich daran erinnert, dass nicht Hobbits diesen Verlag gegründet haben.

Ernst Klett, J.G. Cotta

Und das war der Freitag. Die Messe ist fast vorbei.

Gegen 19.00 Uhr schickte ich eine Mail an meinen Maulwurf vom Hessischen Rundfunk, an eine V-Frau sozusagen. Ich erhielt eine Antwort, die zwar wenig damenhaft geriet, aber dafür war sie von, wie ich finde, freitagsrelevanter Aussagekraft:

„hallo matthias,
für deine internetseite habe ich im grunde genommen nichts zu berichten. Ich hatte drei interviews, bin jetzt megadurch, völlig fertig und muss noch zwei beiträge machen. Ich hasse diese besuchermassen! meine moral ist am boden und ich will nach hause, VERDAMMT!!!! sorry, ich bin abgeschweift.“

Sind ja nur noch zwei Tage, meine Beste.

Die Stelle mit dem Arschabfrieren erspare ich Ihnen und verbleibe auch für heute

Ihr

MesseMayer

Nur Samstag Nacht
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Wer Samstag seine Schäfchen noch nicht im Trockenen hatte, war selber Schuld. Am Wochenende darf nämlich die ganze Nichtbuchhandelsmischpoke rein. Ab Samstag sind die Gänge verstopft mit lauter Leuten, die keine Fachbesucher sind:

Schulklassen, Leseratten, Rentner. Erwerbstätige, Touristen, Studenten, Schönheitspfleger, Schnäppchenjäger. Gestalten in skurrilen Kostümen, über die ich morgen berichten werde.

Man kann Nichtfachbesucher am leichtesten daran erkennen, dass sie sich gleich zwei ZVAB-Tüten umhängen.

Und hier nur eines, liebe Fachnichtbesucher:

In den Gängen wird gelaufen, und zwar zügig.

Trödeln, staunen, orientieren, auf Mitlaufende warten, stehenbleiben, altern oder gar lesen BITTE NUR AM RAND!
Nur ein bisserl zur Seite, Danke.

Nur wegen der Wochenendbesucher trage ich extra einen leeren Samsonitekoffer mit mir herum, und der ist sehr hilfreich beim Menschentraubenteilen. Wahrscheinlich hatte Moses auch so einen, als er mit dem roten Meer zu tun hatte.

Zum Thema Bücherverkauf am Wochenende hat Rainer Just, Verlagsleitung Klett-Cotta, eine dezidierte Meinung: Kollegenrabatte und Preisnachlässe auf der Messe vermitteln den Unfachgästen ein falsches Bild von der Preisbindung.

Wer Bücher kaufen will, soll in die Buchhandlung gehen, und da muss ich als Sortimenter zugegebenermaßen sofort „Jawohl“ schreien, Recht hat der Mann.
Dass er mir diese ganze Predigt hielt, weil ich eigentlich ein gestempeltes Leseexemplar erschnorren wollte, verschweige ich Ihnen lieber.

Nicht verschweigen hingegen werde ich, dass ZDF-Moderator und Redaktionsleiter Dr. Wolfgang Herles eine ganz schlechte Haltung hat. Im Gespräch mit Peter Sloterdijk saß er da wie Erich Böhme, und sie wissen ja, wie der immer dasitzt.

Ich habe versucht, das zu fotografieren, aber die beschriebene Haltung war nicht linsenträchtig und wird von der Sessellehne gut verschluckt.

Peter Sloterdijk (links), Dr. Wolfgang Herles (irgendwo)

Wollte frische Luft schnappen. Sah das Signierzelt. Ging hinein. Drinnen saß: Werner Tiki Küstenmacher und signierte Simplify your life. Ich finde angemessen, einen Autoren dieses Mottos auf Plastikklappstühlen unterzubringen in einem Zelt, das nach Zelt riecht.

Werner Küstenmacher, Kampfname „Tiki“

Apropos Leben erleichtern – wussten Sie, dass es im Foyer von Halle 4.1 einen Messeshop (und einen Geldautomaten) gibt? Ich hätte ja gerne früher darauf hingewiesen, aber Sie haben ja mitbekommen, was so die Tage los war.

Der Messeshop prahlt damit, dass er alles anbieten könne, was man auf der Messe braucht. Ich betrat ihn mit dem festen Vorsatz, etwas zu finden, das man auf der Messe NICHT braucht. Bei Wäscheleine und Blumenpotpourris musste ich lange nachdenken, aber das kann man sich ja im Dekobereich leicht vorstellen.

Nein – der messeunnötigste Artikel im Messeshop war meiner Meinung nach eine Dose Cockpitpflegespray. (Bis ich über eine der schwarzen Messelimousinen gestolpert bin, in denen sich die Chauffeure zusammenrollten und Schlaf suchten.)

Ach, wäre doch immer Messe. Jetzt, wo sie fast vorbei ist, habe ich mich fast an sie gewöhnt. Kenne meine Wege, Ziele und Shuttlefahrer. Wohne beinahe schon auf dem Gelände. Da könnte Spielberg doch einen Film draus machen!

Günther Grass sieht das sicher genauso. Ich habe ihn heute bei Steidl fotografiert, wo er sein eigenes Plakat verdeckte. Seltsamerweise traf ich ihn nur eine Minute später bei arte, wo er gleichzeitig Gedichte vortrug, Bücher signierte, Pfeife trank und Wein rauchte.
Sagenhaft. Die Gabe der Bilokation hatte ich bisher nur beim heiligen Joseph und bei Karasek vermutet.

Grass
auch Grass

Kommen wir zum Showbusiness: Kabarettist und Multitalent Michael Quast war beim Frankfurter Stroemfeld / Roter Stern-Verlag anzutreffen, aber ich leider nicht. Ich habe es mir nur erzählen lassen.

Auch Christian Brückner, den Schauspieler, Synchronsprecher und Verleger (parlando) haben wir angeblich gesichtet, können es aber nur mit einem undeutlichen Foto belegen. Also so ähnlich wie beim Yeti, den er auch schon synchronisiert hat.

(in DeNiros Stimme:) Warum schickt mir Conne immer nur liegende Männer?

Die markante Stimme spricht alles, was nicht niet- und nagelfest ist, aber als Bobby DeNiro haben wir ihn am ehesten im Ohr.

Christian Brückners amerikanisches Synchrongesicht

Wussten Sie im übrigen, dass Jack Nicholson, Jean Reno, Robert Wagner und Dustin Hoffman sich eine Synchronstimme teilen?

Oder Terence Hill, Stallone, Schwarzenegger und John Cleese?
Belmondo und Tony Curtis?
Eastwood und Pacino?
Redford und Captain Picard?

So, nun eine Frage an Herrn Dr. Hans Dieter Beck vom Beck-Verlag: Was bitteschön ist denn die „Obergruppenleitung“, welcher Sie in Ihrer AWS-Rede Dank für die straffe Organisation ausgesprochen haben? Hmmm.
Irgendwie klingt Obergruppenleitung gar nicht nach Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Sortiments- und Fachbuchhandlungen.

Eine andere Frage an die Verlage Tropen, Liebeskind und andere von mir eigentlich geschätzte, die großherzig zur Messefeier im Frankfurter „Morgen“ einluden:

Einladen heißt doch, dass ich umsonst kommen darf und dann was zu trinken angeboten bekomme?

Oder heißt einladen eher, dass ich Eintritt bezahlen muss und Getränke bestellen darf? Ob mir die dunkle, laute Muffbude gefallen hat, steht ja gar nicht zur Debatte, aber das nächste mal bitte deutlicher sein.

So. Der vorletzte Messetag neigt sich seinem Ende zu. Verlage, die sich tagsüber seriös geben, stellen ab Dämmerung laute Populärmusik an.
Das Bibliographische Institut und Hoffmann & Campe hotten also ab, nachdem die Sonne untergeht. Interessant. Vielleicht solltet Ihr das lieber auf der voran erwähnten Bezahlfeier machen.

Auf den letzten Drücker versucht ein Verlagsmann bei Fouqué Hänsel-Hohenhausen, noch die letzten Bonbons unter die Gäste zu bringen. Ich nehme lieber keines, vielleicht hat er ja mein BuchMarkt-Namensschild gesehen. Oder ist das Bonbon eine Metapher für ein Friedensangebot?

Nein, ein Bonbon ist jetzt nicht das richtige. Wenn ich mich jetzt zwischen einem Bonbon, einem Hölderlin-Faksimile und einer Pizza entscheiden müsste, dann würde ich die Pizza nehmen.

(Denn das Bonbon kommt von Fouqué, und das Hölderlin-Faksimile habe ich ja schon. Danke, Stroemfeld-Verlag!)

Endlich Wochenende. Huchnein (huchdoch!), Sonntag müssen wir ja alle noch mal raus.

Sie und auch

Ihr

Messemayer

Aller Sonntage Abend
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Bitte anschnallen und bereit machen zum Aufprall, wenn wir alle post messum in das Schwarze Loch fallen. Mit einem Plopp speiht uns die Messe wieder aus und hält ein Jahr lang Winter-, Frühlings- und Sommerschlaf.

Einerseits. Andererseits sind wir alle heilfroh, dass wir endlich wieder heim dürfen. Einigen graust schon vor all dem Abbauen und Einpacken und Wegschaffen; wiederum andere lassen sich sogar die Zuckerwürfel von ihrer Verlagsauslieferung nach Hause bringen.

Wo die GU-Küche war, steht heute eine gigantische GU-Spülmaschine, die Reste werden dann bei Weltbild zum günstigeren Preis serviert.

Die letzten Promineten huschen vorbei, erlauben Sie mir bitte nachzureichen den blassen Willemsen und den gesundgesichtigen Dieter Hildebrandt, beides Kabarett-Ikonen.
Wenigstens einer von ihnen ist sozusagen die Inge Meysel des Deutschen Kabaretts. Der andere ist irgendwie nur Inge Meysel.

Bei meinem ersten Versuch, ihn zu knipsen, lief uns ein so ein Nichtfachbesucherhirsch vor die Linse, und Hildebrandt konterte:

„So ist das Leben, immer kommt einer dazwischen.“

Blankes Kabarett, dieser Mann! Wo nimmt er das nur immer her?
Herr Hildebrandt war so geduldig, mein unsachgemäßes Gefummel an der Digicam für eine zweite Aufnahme abzuwarten.

Roger W. (mit Blitzlicht)
Dieter H. (ohne Blitzlicht)

Dann hätten wir da noch den Vokalkünstler Alexander Klaws bei teNeues. (Sie merken schon, die Messe ist vorbei, und ich will meine Kamera leerkriegen.)

Alexander, Superstar

Schon früh am Tag ist mir das ironische Antimarketing bei Manhattan, Random House vor die Augen getreten, das mit aller Deutlichkeit davon abrät, sich für die Lemony Snicket-Reihe zu interessieren.

Sehr spekulativ, sehr durchschaubar, aber durchaus drollig.

Wehe, die Bücher sind nicht besser.

Viktorianische Waisenkinder werden gezwungen, Antiwerbung zu laufen

Von erwartbar herausragender Qualität ist der allerneueste Karl-Comic von Apitz & Kunkel im AK-Verlag. Der gescheite, liebevolle, anspielungsreiche Geschichtscomic um den Spätlesereiter ist hoffentlich kein Geheimtipp mehr.

Ebenfalls seine Fangemeinde hat Chris & Marty vom gleichen Zeichner: die beiden Texter Christof Hillebrand und Martin Kämper geraten in bewährte und berühmte Settings aus dem Kino. Auf den ersten Band, der Easy Rider persiflierte, wird eine Bond-Geschichte folgen.

Der Clou: Bei ebay wurde am Sonntag Abend eine Rolle in diesem Comic für wohltätige Zwecke versteigert! Für € 1001,01 ging der Part unter den Hammer.

Ob der Gewinner als Funny Sidekick, als Bösewicht, verrückter Wissenschaftler oder als Hagebutte eingesetzt wird, hängt davon ab, wie er oder sie letzten Endes aussieht.

Marty in Fleisch und gezeichnet

Während ich in Yogabüchern nach Frauen in Unterwäsche blätterte, konnte ich mitanhören, wie eisern BLV die Ladenpreisbindung verteidigt und konsequent an den Buchhandel verwiesen hat.
Es ist aber auch wahr:

BLV-Partner-Aktion: Ich nehme die rechte

Da kommen Leute an, die im Leben kein Buch kaufen, aber heute alles geschenkt haben wollen. Lob an BLV.

Und hier – schauen Sie sich die Werbeaktion der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft an:

Diese Freiheitsstatue verlost nicht eine und auch nicht zwei Flugreisen nach New York, sondern zwei Bahnfahrten nach Halle.

verheißt Freiheit

Platz Zwei war dann ein DVD-Spieler, und da hätte mich jetzt Platz Drei wirklich interessiert.
Vielleicht zwei DVD-Spieler?
Die Rückfahrkarten für Halle?

In Comicbereich in Halle 3.0 wollte ich gerne wissen, was es mit dem Kinderfasching auf sich hat, und es stellte sich mein Banausentum heraus:

Die jungen Leute waren als Mangafiguren kostümiert. Kein Marketing steckt dahinter, kein Verlag – sondern Schülerinnen und Schüler u.a. von der Kooperativen Gesamtschule Sehnde in Hannover, die einfach klasse fanden, dass es hier um Mangas ging.

Was habe ich noch gelernt: Über 70 % der im Deutschen Buchhandel umlaufenden Comics sind inzwischen Mangas! So Stefan Zeidenitz, Vizepräsidenten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft e.V.

Japan ist mächtig stolz, und ich kann mir schon lebhaft vorstellen, was hier abgeht, wenn Japan mal Gastland wird.

Und Mangas heißen immer noch Mangas, und nicht Tokyopop.

Biene Maja, Wicki, Heidi, Pinocchio und Captain Future

Und apropos Gastland.
Ich habe mir die Hallen und Zelte unserer Gastländer der Arabischen Welt angesehen und war beeindruckt, aber auch verunsichert. Die arabischen Autoren und gar Autorinnen, die internationalen Erfolg haben, veröffentlichen in der Regel im westlichen Ausland.

Die nationale Literatur der arabischen Länder hingegen ist mir allenfalls zum Angucken interessant: Was für herrliche, schöne Bücher mit beeindruckenden, fremden Kalligraphien es da zu sehen gab!
Und was für wunderschöne Kunstwerke im Zelt! Originale, nicht Farbkopien wie im Comicforum.

Aber es scheint mir allzu verräterisch, mich bei der Betrachtung unseres diesjährigen Mottos in die Folklore zu flüchten, nur um meine Unsicherheit mit diesem Thema vor Ihnen zu verbergen.

Gewiss, ich will Sie nicht mit der Larmoyanz meiner mangelnden internationalen Hoffähigkeit langweiligen, vor allem, wo die Feuilletons und Literaturbeilagen schon alles mögliche zu diesem Thema gesagt haben.

Aber immerhin beschäftigt man sich bei so einer Gastlandangelegenheit wenigstens mal mit den Gastlandangelegenheiten und kann seine Ansichten und seinen Informationsstand durchaus überprüfen und aktualisieren.

Von mir aus können wir jedes Jahr abwechselnd eine kontroverse Nation und ihre jeweiligen Gegner einladen, wenn es der Verständigung dient.

Nach diesem Thema habe ich mir eine Stärkung verdient und löse eine Essensmarke bei Dr. Oetker ein. Eigens aus Eltville eingeflogen bereitet mir Starkoch Josef Laufer ein

Süppchen von Kartoffeln auf Sahne mit gelbem Curry, Shrimps und Korianderpesto.

Ja, lesen Sie’s ruhig nochmal.

Die besten Häppchen gab’s bei e-Buch, den besten Rotwein durchaus bei Red Line Wirtschaft, den besten Sekt bei Hoffmann & Campe und den besten Prosecco bei dtv.
Cola war überall gleich gut.

Wir selbst hatten – aber ich habe heute versprechen müssen, genau darob zu schweigen.

Selfmademen unter sich: Klaus Barski, Christian von Zittwitz

Jedenfalls solchermaßen satt und gedurstlöscht, durfte ich am späten Nachmittag Klaus Barski kennenlernen, seines Zeichens ein…

…Millionär, der mal auf Ibiza, mal in Florida, mal in Königstein im Taunus lebt,
ein C-Promi mit unglücklicher Liebe zur Schriftstellerei,
ein Hochstapler,
ein genialer Aufsteiger,
ein Märchenerzähler,
ein Hasardeur
ein Träumer, ein Spinner,
der sich um „Hals und Kragen“ schreibt und redet und das beste Buch des Jahres verfasst hat: Lebenslänglich an der Côte d’azur, erschienen bei éditions trèves

Und das Schönste: Er hat mir erlaubt, das alles zu schreiben!

Nun gut, er hat es mir im Grunde diktiert und mit einem tragbaren digitalen Selbstdarstellungsgerät belegen können.

Nach allem, was ich weiß, glaube ich im Grunde nur eine der obigen Behauptungen ganz und gar nicht.

Ich wünsche Kopf- und Beinbruch, oder wie man da sagt.

Apropos Selbstbemeisterung:

Ich hoffe, sie haben in dieser Woche keine illegalen Rauschdrogen in der B-Ebene der Konstablerwache erworben, denn Langenscheidt hat seinen stündlichen Service bis zum Ende der Messe konsequent durchgezogen. Auch dafür nochmals Danke.

Konsequent: Langenscheidt

Zu den Anagrammen des Schweizer Wallimann-Verlages (Frankfurter Buchmesse – Kurs Armes Buchtreffen) hätte ich leider noch hinzuzufügen, dass mein geschmackloser Anagrammvorschlag vom Vormittag doch nicht passte, weil ein „t“ fehlte.

Dafür reiche ich nach:

Buchpreisbindung – Bruchbuden in Gips

Elfriede Jelinek – Kneife jede Rille

Hellmuth Karasek – Er stahl Kamelkuh

Elke Heidenreich – Heikel Riechende

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und das viele Anklicken.
Glauben Sie mir eines:

Die nächste Messe lasse ich mir nicht entgehen und bin auch dann wieder

Ihr

Messemayer

Und nun die Werbung.

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Lesen Sie meine monatliche Kolumne Mayer meint, im November speziell zum Thema „Unsere Besten.“ Ich freu mich schon.

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