Der Messe-Mayer Restfotos und eine Korrektur

Liebe Freunde,

die Buchmesse ist nun seit 2,6 Wochen vorüber, und da muss ich noch meinen Messe-Ordner, meinen Messe-Koffer, meinen Messe-USB-Stick und meine Messefrühstücksbox ausräumen, Gott helfe mir.

Zum Beispiel habe ich aus dem Tageskalender vom New Yorker folgenden Bilderwitz nicht verwendet:

„Meine Eltern haben alles zurückgegeben, was aus China kam.“

Denn diese Pointe ist sehr einschlägig und wurde von allen Karikaturisten und Humoristen der Welt schon bemüht. So wahr sie auch sein mag, den Humor bereichert sie kaum noch.

Stattdessen wäre der hier sehr schön gewesen:

„Wir haben versucht, aus Ihren unverkauften Büchern einen Baum zu bauen,
aber irgendwie ist es nicht dasselbe.“

* * *

Kaffee bei Arena…

…habe ich dieses Jahr leider nicht zu mir genommen. Obwohl mich eine herzliche Einladung von Anne Stadtelmeyer einludt, hatte ich vor lauter Herumkaspern mit anderen Verlagen, Verlegern, Autorinnenen, Autoren, Kollegen und Maulwürfen keine Zeit mehr dafür.

Dann weiß ich ja schon mal, wie ich die nächste Messe eröffnen werde. Sind Sie denn in Leipzig, oder soll ich Sie für Frankfurt 2010 auf die Liste setzen?

* * *

Übersetzermotiv

Hier habe ich ein nettes Foto von mir selbst erhalten, das der Übersetzer Jürgen Bürger von mir gemacht hat. (Mit seinem Telefon, wie schräg ist das denn?) Überhaupt stelle ich mir vor, dass die Chinesen sicher verblüfft waren, weil Deutsche Buchhandelsleute sich am liebsten beim Fotografieren fotografieren.

Da hätte er mich ja gleich mal übersetzen können,
z.B. in jemanden, der wirklich etwas wichtiges zu sagen hat

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Zen-Momente auf der Messe

Während ich auf Fotos immer nur die üblichen Verdächtigen, Deformierten und Gefeierten anbiete, mies beleuchtet und trist bepixelt, haben andere Messebesucher einen Blick für die echte Schönheit am Rande:

(Also am Rande des Exotismus:)

Hier ausnahmsweise mal keine doofe Bildunterschrift
Und hier auch nicht. Geben Sie Ruhe.

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Bei KNV am Stand

Da, das darf ja auch nicht fehlen: Die mobilste Buchhändlerin der Welt (links) und der sesshafteste Buchhändler der Welt (rechts): Bärbel Tárai und ich.

mobil und immobil

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Nicola Bardola,

mein lieber und geschätzter Kollege, hat mich wieder mit Lob und Zuspruch unterstützt. Es tut gut, nachts im Netz unterwegs zu sein und sich in Gesellschaft von Nicola Bardola zu wissen. Auch wenn das andererseits bedeutet, dass man jederzeit auf Uli Faure treffen kann, das ist dann halt die Schattenseite.

Herr Bardola schoss einen Schnapp, als ich mit Armin Maiwald sprach:

Die Maus und der Elefant

Und Herr Bardola jedenfalls regt an, mich nach Bologna zu schicken:

„Aber was wären Buchmessen ohne den Messe-Mayer? Ich hoffe auf eine Internationalisierung, lieber Herr Mayer, und freue mich auf Ihre Bologna-Berichte im Frühling 2010!

Bis bald, beste Grüße, der Brezentrinker“

Also, ich geb das einfach mal weiter an die Reisekostenabteilung (siehe Bild).

Einmal musste ich um einen neuen Scheck bitten,
weil die Katze sich auf den alten erbrochen hatte

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Internet 5.0

Dann hatte ich dem KBV-Verlag mal einen Besuch abgestattet, weil die ihre Verlagswerbung auch kluger- und intensiverweise über das Internet 5.0 versenden, also in Kommunikationsnetze und Communitys von XING bis Twitter.

Da, schauen Sie sich nur mal mein Mailpostfach an:

Mein Postfach bei XING

Und da dachte ich, dass ich Ulrike Bücking einfach mal kennenlernen wollte.
Nach der Messe mailte Sie mir den Satz „Du hast ja tatsächlich eine Menge Humor.“ Zuerst habe ich mich sehr gefreut, bis ich mir das Wort „tatsächlich“ klar wurde.

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Geheimgang bei S. Fischer

Ich muss auf eine ganz wichtige Korrektur hinweisen: Ich habe den Stauraumgang beim S.-Fischer-Verlag fälschlicherweise als Gratisgeheimgang bezeichnet. Ach was, bezeichnet, ich habe ihn mit der Phantasie eines Zwölfjährigen als magisches Zwischenreich ausgebreitet, das „keinen Pfennig extra“ koste.

Und das ist natürlich falsch: Der abgebildete Raum ist fester, regulärer Bestandteil des Mietvertrages und wird, wie jeder Brötchenkrümel auf dieser ganzen Messe ordentlich bezahlt.

Diese Fläche ist offiziell keine

Ist sie wohl.
Bruno Back von der Projektförderung wies mich vorsichtshalber darauf hin. Ich bitte um Entschuldigung für diese Fabulierfreude; sie sei uns beiden Beleg dafür, dass die Wahrheit doch immer irgendwie einen Weg ans Licht findet, selbst bis in meine eigenen Texte hinein.

Ich freue mich schon auf den Frühling in Leipzig oder meinetwegen auch in Bologna, und ich wünsche Ihnen für den November einen kühlen Kopf, damit Sie gut durch den Dezember kommen.

Ihr
Matthias Mayer
herrmayer@hotmail.com
www.HerrMayer.com

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