Cornelsen schenkt der Stadt Düsseldorf das Archiv des Schwann Verlages

Am 25. März will der Cornelsen Verlag der Stadt Düsseldorf das Archiv des Schwann Verlages übergeben. Damit erhält die Stadt Düsseldorf 1.600 historische Bücher und Zeitschriften aus den Bereichen Bildung, Recht und Kultur, darunter wertvolle Raritäten zur Rheinischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Der Cornelsen Verlag, an den mit der Übernahme des Düsseldorfer Verlages Schwann-Bagel im Jahre 1987 auch die Rechte am Schwann-Archiv gefallen sind, will mit der Schenkung die Materialien allen wissenschaftlich, bibliophil oder historisch Interessierten zugänglich machen.

Bei den Archivexemplaren handelt es sich um Verlagspublikationen aus den Jahren 1890 bis 1970, die die vielfältigen Verflechtungen des seit 1878 in Düsseldorf ansässigen Schwann-Verlages mit dem Rheinland, der Stadt und seiner Bevölkerung dokumentiert. Mit dem Umzug und der Integration von Schwann-Bagel in den Cornelsen Verlag im Jahre 1993 gelangte auch dieser Buchbestand in das Berliner Verlagshaus und – ruhte seitdem im Archiv.

In Anbetracht dieses auf Dauer unbefriedigenden Zustandes hat sich die Geschäftsführerin der Cornelsen-Verlagsholding, Ruth Cornelsen entschlossen, dem Stadtarchiv Düsseldorf diese Bücher zu schenken und damit nicht nur der historischen Forschung zur Verfügung zu stellen, sondern auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen. Einzusehen sind die Schwann-Publikationen künftig im Stadtarchiv Düsseldorf, Heinrich-Ehrhardt-Str. 61, Düsseldorf.

Im Schwann-Archiv gibt es gleichermaßen Kostbarkeiten aus den Bereichen Schulbuch, Literatur, Linguistik, Philosophie, Recht und Kunst zu entdecken. Höhepunkte dieser Entdeckungsreise werden sicherlich die Raritäten sein: Die 36 Bände der „Kunstdenkmäler der Rheinprovinz“ aus den Jahren 1892 bis 1940 von Paul Clemen, die Tafelbände zu den romanischen und gotischen Wandmalereien aus den Jahren 1905 und 1930 sowie die Rechts- und Gesetzessammlungen von Grotefend/Cretschmar in 38 Bänden aus der Zeit von 1924 bis 1942. Aber auch die „Rechenbücher für Höhere Mädchenschulen“ von 1908 bis 1910, die „Berufsberatung für Mädchen“ aus 1913, die „Neue deutsche Rechtschreibung von 1880“ dokumentieren eindrucksvoll die Zeitlosigkeit manches schulpolitischen Problems, das heute heiß diskutiert wird.

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