Die Marco-Polo-Action-Tour 2009 ging nach New York

20 BuchhändlerInnen, allesamt Gewinner des Marco-Polo-Reiseführer-Gewinnspiels 2009, sind gerade von der Action-Tour aus New York zurück. Hier ist ihr Reisebericht – und ganz viele Fotos.

Mit dem Tandem durch New York

Eine butterweiche Landung nach gut acht Stunden Flug. Die Stretch-Limousinen warten abfahrbereit. Bei einem Glas Champagner in dicken Lederfauteuils ist die Fahrt nach Downtown Entspannung pur. Es wird langsam dunkel, die Skyline hebt sich plastisch vom orange-roten Himmel ab. Die Durchfahrt durch den Holland-Tunnel, der unter dem Hudson River durchführt, ist nur für die Gäste aus Hamburg Routine. Am Designer-Hotel „The Muse“ angekommen, sind schon beim Aussteigen diejenigen Geräusche zu hören, die der 8-Millionen-Stadt ihren Charakter verleihen. Viel ruhiger wird es Minuten später im obersten Stock des Marriott-Hotels, in dem sich das höchste Dreh-Restaurant der Stadt, „The View“ befindet. Was für ein Panorama, einmal rundum in 60 Minuten bei Lachs, Filet Mignon und wunderbaren Weinen. Zeit, zu entspannen – angekommen!

Durch Zeitzonen zu reisen, bedeutet Umstellen. Und das geht nicht in der ersten Nacht. Kaum verwunderlich, dass einige Gäste schon früh morgens einen Spaziergang durch die Stadt machen, manch einer kommt joggend aus dem Central Park, der in seiner indian-summer-artigen Färbung zu dieser Jahreszeit ein ganz besonderer Genuss ist. Ein perfekter Tag für die Marco-Polo-City-Rallye. Zeit, die Stadt mit Tandems zu entdecken.

Drei Gruppen erhalten Roadbooks mit Aufgaben, elektronische Navigationshilfen und Marco-Polo-City-Karten. Der Auftakt entlang des Hudson River gibt Sicherheit auf den Tandems. Dann geht es in die Stadt: zum Chelsea Hotel, dann weiter zu Carrie Bradshaws- und Marlon Brandos Haus, dem World Financial Center, dem Battery Park und der Wall Street. An jeder Station sind Aufgaben zu lösen.

BuchhändlerInnen beim Hip Hop-Kurs.
Mit dabei: Verlegerin Stephanie Mair-Huydts
(l. im weißen T-Shirt)

Dann eines der Highlights der Reise: der Hubschrauber-Rundflug über die Stadt. Nach kurzer Einweisung im Wallstreet-Heliport geht es in die Maschinen. Der Pilot Carl, ein cooler Mitvierziger, lacht beim Abheben „hey, guys, it´s a little bumpy today“ und hebt die Nase in den Wind. In weitem Bogen geht es um die Südspitze Manhattans über den Hudson River an Ground Zero vorbei. Der Anflug zum Heliport ist wie angekündigt ruppig, Windböen schubsen die Maschine hin und her. Carl erheitert die Gäste mit einem Scherz: „I hope, it´ll be a much better landing than last time …“.

Dann geht es mit den Tandems über die Brooklyn Bridge über den East River nach DUMBO (down under Manhattan bridge overpass) in Bubby´s Restaurant. Vor der eindrucksvollen Kulisse der östlichen Skyline Manhattans gibt es Lunch. Um New York im magischen Dreiklang – zu Lande, zu Wasser und in der Luft – zu erleben, fehlt nur noch die Schifffahrt, die sich in Form eines aus dem Winterschlaf zurückgeholten Water-Speed-Taxis anschließt. Der Kapitän schiebt den Stellhebel des Maschinentelegraphen langsam auf volle Fahrt und die beiden Turbolader schaufeln reichlich Luft in die schweren Schiffsdiesel.

Schnell ist Pier 84 erreicht. „Satteln Sie Ihre Tandems, es geht in den Central Park“ sagt Marc, der Guide. Er führt die Gruppe in den Park und dort auf dem Rundkurs bis zur 90sten Straße East, Höhe Guggenheim-Museum. Hier endet die Fahrradtour. Ein paar Blocks weiter führt der Weg unter die Erde in die Subway, die unter lautem Rattern und Quietschen in Richtung 34ste Straße entschwindet.

Das Gruppenfoto

Der Besuch im Empire State Building ist seit 9-11 komplizierter geworden, die Sicherheitsmaßnahmen sind umfangreich und zeitraubend. Dafür begeistert der Rundgang auf der Aussichtsplattform. Sehr gut zu sehen, gleich am Fuße des Turms: das größte Kaufhaus der Welt, MACY´S. Unnötig zu sagen, dass Teile der Gruppe diesen Reizen erliegt und so nur Wenige den direkten Weg zurück ins Hotel wählen. Der Abend des ereignisreichen Tages beginnt in Morton´s Steakhouse, einem New Yorker Kultlokal. Den Abschluss bildet ein Besuch im Blue Note, dem berühmten Jazz-Club. Hier haben sie alle gespielt. Dieser Club ist seit den 80er Jahren das Jazz-Zentrum der USA und später weltweit. Reichlich Gesprächsstoff für den Absacker an der Hotelbar.

Der nächste Morgen führt die Gruppe nach Brooklyn in die ruppige Probehalle der Hollywood Stunts Corporation. Hier lernen die Gäste die Tricks der Stuntleute: Gleichgewichtssinn, das richtige Fallen und eine inszenierte Film-Schlägerei, die ohne gefährlichen Körperkontakt stattfindet, dafür aber umso echter aussieht. Das Highlight ist aber ein Sprung rücklings vom Gerüst in einen großen Luftsack.

Und weil das noch nicht genug ist, stoppt die Marco-Polo-Action-Tour downtown in der New York City Dance School zum Hip-Hop-Kurs. Da bleibt kein Auge trocken und nach kurzer Zeit ist die erste Choreographie im Kasten und die Teilnehmer restlos begeistert. Den Stadtteil Soho muss man sich zu Fuß erlaufen und so endet das Tagesprogramm zwischen Spring- und Canalstreet mit einem Spaziergang quer durch Soho und am Rande von Chinatown.

Der Abschlussabend beginnt an Pier 61, wo zur Dinner-Cruise ein Schiff wartet. Mit langsamer Fahrt geht es entlang der Skyline in Richtung Süden, während auf dem Oberdeck die Sieger der Marco-Polo-City-Rallye geehrt werden. Bei einem ausgezeichneten Abschiedsessen feiern die Gäste die Reise.

Sonntag: „Mein New York“. Mit Subway-Tagesticket und Marco-Polo-Reiseführer gehen die Teilnehmer individuell oder gruppenweise los, um das MoMA und das Guggenheim Museum zu sehen, oder im Apple Store einen Ipod, in der Nike-World ein Paar neue Sneakers oder bei Abercrombie & Fitch die angesagtesten Shirts zu kaufen. Andere besuchen das 9-11-Memorial und bummeln den Broadway hinauf, wieder andere gehen im Central Park und in der 5th Avenue spazieren oder fahren im Rockefeller Center Schlittschuhe auf der jüngst aufgestellten Freilufteisbahn. So endet die Marco-Polo-Action-Tour 2009 in einer der spannendsten Städte der Welt. Auch wenn wir schon ein paar Tage wieder zuhause in der alten Welt sind, die Gedanken sind noch in New York und fliegen mit dem Heli über dem Central Park.

Wir kommen wieder!

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