JungeMedienJury Frankfurt in der zehnten Runde

Die junge Juroren am Tisch mit den
vorgeschlagenen Medien

Gestern haben sich in der Zentralen Kinder- und Jugendbibliothek in Frankfurt am Main etwa 70 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren zum Auftakt der diesjährigen JungenMedienJury getroffen.

„Die Jury startete 2003 auf Initiative von Prof. Hans-Heino Ewers, Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung. Zu den Organisatoren gehören außerdem von Anfang an der Lions Club Frankfurt und seit 2009 das Drogenreferat Frankfurt“, erläuterte Doris Rosenfeld, Leiterin der Zentralen Kinder- und Jugendbibliothek. Seit 2004 hat die JungeMedienJury ihren Platz in der Stadtbücherei. „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen ein Forum für ihre Meinung zu bieten“, ergänzt Rosenfeld.

In den letzten zehn Jahren hat sich einiges geändert. Während mit drei Jurys –Jugendbuch, Hörbuch, Comics & Manga – gestartet wurde, kamen 2006 die Film-Jury und 2009 die Games-Jury hinzu. Ziel des Gesamtprojekts ist es, den Blick für einen kritischer Medienkonsum gerade bei jungen Leuten zu schärfen.
Roswitha Kopp, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadtbücherei, stellte fest, dass es für die Hörbuch-Jury leider stets nur wenige Bewerber gibt und findet das schade.
Die JungeMedienJury hat gleich drei Schirmherren: Deborah Einspieler, Dramaturgin an der Oper Frankfurt, Jugendbuchautor Jochen Till und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Commerzbank, Klaus-Peter Müller.
Anschließend stellen die Juroren des Vorjahres, die 16-jährige Alessandra und der 14-jährige Omar die Siegertitel der neunten JungenMedienJury in den Sparten Jugendbuch und Comic vor und beantworten Fragen der zukünftigen Juroren: Wie sieht die Arbeit aus? Wie oft trifft man sich? Wie viel muss gelesen werden? Es gibt keinen Zwang, alle zehn von der Stadtbücherei vorgeschlagenen Titel zu lesen, zu hören oder die fünf Spiele zu testen. „Wir zwingen niemanden, ein Buch zu Ende zu lesen, das er nicht mag“, unterstreicht Roswitha Kopp. Aber man sollte begründen können, warum man das Buch weggelegt hat.
Neben den zehn bzw. fünf Vorschlägen pro Kategorie können die Jugendlichen selbst jeweils weitere zehn Vorschläge und fünf Spiele auf den Tisch legen.
Im nächsten halben Jahr werden sich die 70 jungen Juroren mit den Titeln in ihrer Gruppe auseinandersetzen. Betreuer helfen ihnen dabei.
Gemeinsame Veranstaltungen sind ebenfalls vorgesehen: Ein Blick hinter die Kulissen der Oper Frankfurt, Expertenrunden, Verlagsbesuche und eine Stippvisite beim Hessischen Rundfunk sowie die beliebte Lange Medien-Nacht mit Übernachtung in der Bibliothek.
Im März 2014 wird die zehnte Liste der bei den Jugendlichen beliebtesten Bücher, Hörbücher, Comics & Mangas, Filme sowie Games fertig sein. Die JungeMedienJury Frankfurt ist bundesweit die einzige mit einem solch breiten Spektrum.
JF

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