Medienauftakt für „Frankfurt liest ein Buch“

Irmgard Senger

Soeben fand eine Pressekonferenz zum Projekt Frankfurt liest ein Buch statt, in der Bürgermeisterin Jutta Ebeling eine Einschätzung des Events vornahm, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth über das Anliegen und Verleger Klaus Schöffling über die Idee sprachen. Organisator Lothar Ruske informierte über das Programm.

Im Mittelpunkt des erstmals vom 21. April bis 9. Mai 2010 in Frankfurt veranstalteten Events Eine Stadt liest ein Buch stehen die Erinnerungen Kaiserhofstraße 12 von Valentin Senger. Schirmherrin des Projekts ist Oberbürgermeisterin Petra Roth, das verdeutlicht, welchen Wert die Stadt der Aktion beimisst.

So sprach Jutta Ebeling auch von einem längst überfälligen Projekt. Zwar gebe es in Frankfurt in den letzten zehn Jahren wesentlich mehr Lesungen und Diskussionen über Literatur, aber es handelt sich dabei immer um Lesen als einsame Veranstaltung Interessierter. Mit Frankfurt liest ein Buch wird Lesen in die Gemeinschaft integriert. Valentin Senger bringt mit seinen Erinnerungen den Lesern das historische Gedächtnis der Stadt näher, sie werden nach der Lektüre die Orte des Geschehens mit anderen Augen betrachten.

Die Idee wurde mit vielen Partnern umgesetzt. Beispielsweise gestaltete die Gutenberg-Berufsschule mit ihren Fachrichtungen Druck- und Medientechnik das Logo.

Felix Semmelroth charakterisierte das Projekt als Schnittstelle von Bildung und Kultur, das ein untergegangenes Frankfurtbild wieder auferstehen lässt und die Gründe für diese Entwicklung aufzeigt. Das Buch ist ein Gegengift gegen die Abstumpfung in der Gesellschaft. „Ich glaube, Frankfurt wird weiter sein, wenn es dieses Buch gelesen hat“, formulierte der Kulturdezernent.

Klaus Schöffling nannte Eckziffern zum Event: 123 Veranstaltungen werden in drei Wochen an 91 Orten stattfinden, 70 Kooperationspartner, 25 Buchhandlungen, 103 Mitwirkende, 20 Autoren bringen sich ein. Allein 12 Veranstaltungen finden mit Irmgard Senger, der Witwe des Autors, statt. Diese Vielfalt von verschiedenen Aktionen ist einmalig für Frankfurt.

JF

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