„Schwarzbuch Scientology“ bewirkt größtes Medienaufkommen in der Geschichte der Landespressekonferenz Hamburg / Kein Vertriebsverbot durch die Gerichte

Es war das größte Medienaufkommen in der Geschichte der Landespressekonfrenz in Hamburg, wie Hamburgs Innensenator Udo Nagel anmerkte. Am Dienstag, den 7. August 2007 fand im Rahmen der Landespressekonferenz die Buchvorstellung „Schwarzbuch Scientology“ der Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Behörde für Inneres im Hamburger Rathaus Ursula Caberta statt, berichtet jetzt das Güterloher Verlagshaus in einer Pressemitteilung. Und dann ergrgiff Nagel aus Anlass der Buchvorstellung „Schwarzbuch Scientology“ offensichtlich die politische Initiative.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Vor zahlreichen Journalisten aus dem In- und Ausland und acht Fernsehteams erläuterte der Innensenator Udo Nagel zusammen mit der Autorin, warum aus seiner Sicht die Organisation Scientology gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verstoße und deshalb seines Erachtens nicht nur weiter von den Landesverfassungsämtern beobachtet werden müsse, sondern ein Verbot gegen die als Verein organisierte Gruppierung aus-zusprechen sei. Er werde dies bei der nächsten Innenministerkonferenz so beantragen.

Frau Caberta berichtete, dass es ihr bei ihrem Buch auch darum gehe, die Strukturen aufzuzeigen, die zur Abhängigkeit von der Psychosekte führen und welche Wege des Ausstiegs es gebe. Relativierungsbemühungen aus dem Kreis der Journalisten, wonach die Gefahren von Scientology angesichts der vergleichsweise geringen Mitgliederzahl in Deutschland möglicherweise übertrieben dargestellt seien, wies Frau Caberta in aller Deutlichkeit zurück und erklärte, dass die totalitäre Struktur von Scientology, unabhängig von der Größe, eine Gefahr für ein freiheitliches Gemeinwesen darstelle. Sie plädierte ebenfalls für ein Verbot, auch um den internen Druck auf die Organisation zu erhöhen, da dies erfahrungsgemäß zu einer Erhöhung der Aus-steigerzahlen führe.“

Und Random House Anwalt Rainer Dresen merkt an: „Trotz angekündigter Unterlassungsklagen im Vorfeld der Buchveröffentlichung hat bisher kein Gericht ein Vertriebsverbot ausgesprochen, so dass das Buch weiterhin ungestört im Handel ist und wegen der großen Nachfrage bereits in zweiter Auflage erscheint“.

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