Dotiert mit 25.000 Euro Annie Ernaux erhält den 13. Würth-Preis für Europäische Literatur

Annie Ernaux ©Catherine Hélie/Éditions Gallimard

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux wird mit dem 13. Würth-Preis für Europäische Literatur geehrt. Sie erhält die Auszeichnung der Stiftung Würth „für die Unerschrockenheit, mit der sie ihre Erfahrung in ihrer Autofiktion protokolliert, und für die Klarheit ihres Blickes auf Gesellschaft und kollektives Gedächtnis“, würdigt die Jury. Annie Ernaux schreibe autobiografisch, der Kern des Erlebens sei das Eigene, aber immer als Beispiel für soziale und zeitgeschichtliche Bedingungen. „Die literarische Form, die sie dafür findet, hat das autobiografische Schreiben von Schriftstellerinnen und und Schriftstellern in Europa und der Welt erneuert.“

Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2022 im Carmen Würth Forum in Künzelsau statt.

Zuletzt erschien 2021 auf Deutsch im Suhrkamp Verlag Annie Ernaux’ Roman Das Ereignis. „Die Erfahrung von Entmündigung, Ohnmacht und Angst, die Ernaux’ Text widerspiegelt, ist zeitlos gültig“, urteilt die Jury des 13. Würth-Preises für Europäische Literatur. Audrey Diwans Verfilmung des Romans gewann beim Filmfestival in Venedig 2021 den Goldenen Löwen.

Der mit 25.000 Euro dotierte Würth-Preis für Europäische Literatur wird alle zwei Jahre vergeben. Der Jury unter Vorsitz von C. Sylvia Weber, Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur der Würth-Gruppe und Aufsichtsrätin der Stiftung Würth, gehören an: Prof. Dr. Lothar Müller, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Raulff, Denis Scheck, Marie Schmidt, Prof. Dr. Jürgen Wertheimer und der Preisträger des Würth-Preises für Europäische Literatur 2020, David Grossman.

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