1. Basler Lyrikpreis für Suhrkamp-Autor Kurt Aebli

Den Basler Lyrikpreis 2008 erhält der Lyriker Kurt Aebli. Das haben die den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal vergebenden Basler Lyrikerinnen und Lyriker Kathy Zarnegien, Ingeborg Kaiser, Peter Gisi, Wolfram Malte Fues, Rudolf Bussmann und Urs Allemann auf ihrer Jury-Sitzung vom 14. Februar 2008 beschlossen.

Der Preis, der mit 3000 Franken dotiert ist, wird dem Suhrkamp-Autor am Sonntag, 31. August während des von Matthyas Jenny veranstalteten Basler Lyrikfestivals überreicht. Die Laudatio hält Urs Allemann.

Mit Kurt Aebli, der auch bei Urs Engeler Editor veröffentlichte, möchten die Basler Lyriker einen Kollegen auszeichnen, der „in seinen Gedichten fernab vom lyrischen Mainstream daran arbeitet, ’scheinbar sinnlose Worte zum Sieden zu bringen'“. Aebli verfolge seinen poetischen Plan (“Das Schweigen beschatten”), indem er “die geplatzten Schläuche / der menschlichen Sprache” keinen schönrednerischen Billigreparaturen unterwirft, sondern zu seinem Material macht, heißt es in einer Pressemitteilung der Juroren, die sich Lyrikgruppe Basel nennt.

“In der klassischen Haltung eines Ertrinkenden der eine Auskunftsperson auf andere Gedanken bringen will” schaffe Aebli ein Werk, in dem sich existentieller Ernst und wortspielerischer Unernst aufs Schönste und Paradoxeste durchdringen. “Wenn du nicht singst wirst du von Tag zu Tag weniger” weiss Aebli. „Ihm für sein Singen mit dem 1. Basler Lyrikpreis danken zu können, ist für die Basler Lyrikergruppe eine Freude“, heißt es.

Kurt Aebli, geboren 1955 in Rüti, lebt in der Nähe von Zürich. Seine letzten Gedichtbände sind “Die Uhr” (Suhrkamp 2000), “Ameisenjagd” (Suhrkamp 2004) und “Ich bin eine Nummer zu klein für mich” (Urs Engeler Editor 2007).

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