Alfred-Kerr-Preis an Manfred Papst verliehen

Soeben ist in Leipzig im Veranstaltungsforum der unabhängigen Verlage „Die Unabhängigen“ der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik an Manfred Papst (auf dem Foto l.) verliehen worden. Die Auszeichnung würdigt die Arbeit des Journalisten, der das Ressort Kultur bei der NZZ am Sonntag nach Ansicht der Jury seit vielen Jahren unbeirrbar von Modeerscheinungen in der Zeitungslandschaft leitet. Den Preis überreichte Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir (r.).

Die Laudatio hielt der Journalist und Buchautor Peter Haffner, Börsenvereins-Vorsteher Heinrich Riethmüller sprach ein Grußwort. Der vom Börsenblatt gestiftete Alfred-Kerr-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger Manfred Papst (l.), Torsten Casimir, Chefredakteur Börsenblatt

Papst ist studierter Sinologe, Germanist und Kunstwissenschaftler. Er wurde 1956 in Davos geboren und gehört zu den bekanntesten Literatur- und Kulturkritikern in der Schweiz. Als Gründungsmitglied der NZZ am Sonntag leitet er seit 2002 deren Kulturressort. Bekannt wurde er durch Artikel zu Geistesgeschichte und Populärkultur sowie durch seine wöchentliche Kolumne „Zugabe“. Zuvor war er als Korrektor, Lektor, Übersetzer und Herausgeber für verschiedene Verlage sowie als Deutschlehrer tätig. Für sein publizistisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er im Jahr 2005 den Zürcher Journalistenpreis in der Kategorie Alltagsjournalismus. Seit 2013 ist Papst Präsident der Gottfried-Keller-Gesellschaft in Zürich, zuvor stand er acht Jahre lang der Thomas-Mann-Gesellschaft in Zürich vor. 2014 gehörte Manfred Papst als Schweizer Vertreter der Jury des Deutschen Buchpreises an.

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