Alfred-Kerr-Preis geht an Manfred Papst

Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik geht in diesem Jahr an Manfred Papst. Die Auszeichnung würdigt die Arbeit des Journalisten, der das Ressort Kultur bei der NZZ am Sonntag nach Ansicht der Jury seit vielen Jahren unbeirrbar von Modeerscheinungen in der Zeitungslandschaft leitet.

„Ihn interessieren die Werke und die Menschen des kulturellen Lebens, sowohl in der Hoch- als auch in der Populärkultur. Ob auf der langen Strecke eines Essays oder im Sprint der pointierten Kurzform, Papst gelingen regelmäßig sehr klug durchdachte, maßstabsetzende Texte, wie sie heute selten geworden sind“, heißt es in der Begründung der Jury. Der vom Börsenblatt gestiftete Alfred-Kerr-Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und wird am Donnerstag, 12. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse öffentlich verliehen.

Der studierte Sinologe, Germanist und Kunstwissenschaftler Manfred Papst wurde 1956 in Davos geboren und gehört zu den bekanntesten Literatur- und Kulturkritikern in der Schweiz. Als Gründungsmitglied der NZZ am Sonntag leitet er seit 2002 deren Kulturressort. Bekannt wurde er durch Artikel zu Geistesgeschichte und Populärkultur sowie durch seine wöchentliche Kolumne „Zugabe“. Zuvor war er als Korrektor, Lektor, Übersetzer und Herausgeber für verschiedene Verlage sowie als Deutschlehrer tätig. Für sein publizistisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er im Jahr 2005 den Zürcher Journalistenpreis in der Kategorie Alltagsjournalismus. Seit 2013 ist Papst Präsident der Gottfried-Keller-Gesellschaft in Zürich, zuvor stand er acht Jahre lang der Thomas-Mann-Gesellschaft in Zürich vor. 2014 gehörte Manfred Papst als Schweizer Vertreter der Jury des Deutschen Buchpreises an.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.