Aufbau Verleger Bernd F. Lunkewitz mit Jury Idee: Nur Leipzig Aussteller sollen wählen dürfen/Im Herbst Umwandlung seines Verlages in eine Stiftung

Bei einer Pressekonferenz in Leipzig hat Aufbau Verleger Bernd F. Lunkewitz mitgeteilt, dass er im Herbst seinen Verlag in eine Stiftung umwandeln will, um ihn vor einem Verkauf bewahren und die programmatische Richtung seines Hauses erhalten zu können. In diesem Zusammenhang hat er auch eine Idee für den derzeit diskutierten Bücher-Oscar auf den Weg gebracht, die hilfreich sein kann. Denn falls das Projekt den Instanzenweg unserer Branche schaffen sollte – was manche bezweifeln (mehr dazu im kommenden BuchMarkt-Heft) – ist doch die nächste und vielleicht schwierigste Hürde vorprogrammiert: Wer wählt aus, wer darf mitwählen? Bernd F. Lunkewitz hat sich dazu mit einem Vorschlag gemeldet, der nicht nur den von ihm favorisierten Standort Leipzig und die Buchmesse Leipzig stärkt, sondern auch den Akademie-Gedanken der US-Filmindustrie praktikabel für unsere Branche adaptiert. Lunkewitz: „Der Oscar wird von den über 6.000 Mitgliedern der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ in geheimer Abstimmung gewählt. Eine solche Akademie, die den Deutschen Buchpreis vergeben könnte, gibt es nicht. Aber die Aussteller der Leipziger Messe sind in ihrer Gesamtheit durchaus repräsentativ für den deutschen Buchmarkt. Wenn sie, alle mit gleichem Stimmrecht ausgestattet, tatsächlich in geheimer Wahl aus einer Anzahl von Nominierungen die Preisträger der verschiedenen Kategorien wählen, hat der Preis die breite Basis und Akzeptanz, die er für seinen Erfolg im Publikum benötigt und ist gleichzeitig fest mit Leipzig verbunden.“ BuchMarkt-Meinung: Zuhören, drüber nachdenken!

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