Bibliotheken Sitterwerk Schweiz und Zentral- und Landesbibliothek Berlin sind „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013“

Am gestrigen Dienstag, den 12. März 2013, wurden auf dem 5. Leipziger Kongress für Bibliothek & Information die diesjährigen Gewinner des Preises Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2013 ausgezeichnet. Es sind das Team Felix Lehner, Christian Kern, Ariane Roth, Marina Schütz und Julia Lütolf vom Sitterwerk, Schweiz, und Sabine Conrad, Michael Götze, Charlotte Hardtke-Flodell, Elisa Herrmann und Marion Lais von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).

Die fünfköpfige Jury, zusammengesetzt aus Vertretern der Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis (BFP) sowie der Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V., sagt zu ihrer Entscheidung: „Die Einreichungen zeugten von der hohen Professionalität an unseren Bibliotheken. Insbesondere der Einsatz neuester Technologien und die Einbindung des Kunden als gleichberechtigter und unentbehrlicher Partner in der Informationsarbeit haben die Jury beeindruckt.“ Die Jury hätte keine leichte Aufgabe gehabt, sich auf nur zwei Gewinner-Teams festzulegen, da zahlreiche hervorragende Einreichungen sowohl aus öffentlichen als auch aus wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland und der Schweiz vorlagen.

Das Projekt des Gewinnerteams an der Kunstbibliothek Sitterwerk heißt Dynamische Ordnung dank RFID-Technologie. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie eine Bibliothek mithilfe von RFID-Technologie (RFID: Radiofrequenzidentifikation) eine dynamische und assoziative Ordnung im Regal und auf dem intelligenten Tisch im Lesesaal ermöglichen kann. Die Idee, dass nicht der Bibliothekar, sondern die Kunden die Bücheranordnung bestimmen und verändern, und hiermit eigene „Wissensspuren“ hinterlassen, hat die Jury besonders begeistert. Diese dynamische Anordnung wird auch vom Bibliothekskatalog visuell präsentiert.

Das Team der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) beschreitet im Projekt DigiTABBerlin ebenfalls neue Formen der Interaktion. Hier wird erstmals in einer deutschen Bibliothek der Ansatz des Crowdsourcing genutzt, um große Datenmengen effizient und effektiv zu bearbeiten und zu ergänzen. Beim Inhalt dieser später unter einer Creative-Commons-SA-BY-Lizenz für die Weiternutzung frei gegebenen Datensammlung handelte es sich um die digitalisierten Daten aus 300 Adress- und Telefonbücher Berlins, bzw. 150 Millionen Telefoneinträge aus den Jahren 1799 bis 1991. Eine absolut einzigartige Online-Fundgrube für Historiker, Genealogen und andere interessierte Personenkreise.

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