Brigitte Döbert erhält Straelener Übersetzerpreis / Christine Ammann erhält den Förderpreis.

Der Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW geht in diesem Jahr an die Literaturübersetzerin Brigitte Döbert, wie die Jury soeben mitteilte.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird in Kooperation mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen vergeben. Brigitte Döbert erhält den Preis für ihre Übersetzung des modernen Epos Die Tutoren des serbischen Autors Bora Ćosić (Schöffling).

„Das in den siebziger Jahren aus der Kraft kreativer Unvernunft entstandene Mammutwerk stellt mit seiner formalen und stilistischen Vielfalt eine enorme Herausforderung dar. Wie Ćosić entfaltet Brigitte Döbert die Welt aus dem Wort: Avancierte Erzähltechniken prallen auf Bauernweisheiten, Dramolette und Anekdoten, übermütige Wortstolpereien folgen auf groteske Lexikoneinträge und Reimspiele. Diese Übersetzung bringt im Deutschen das Flittergold des Geredes zum Glänzen und entlockt dem Volksmund Weltwissen“, so die Jury des Straelener Übersetzerpreises.

Döberts Übersetzung ist 2015 erschienen (und auch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert). Zugleich würdigt der Preis das übersetzerische Lebenswerk von Brigitte Döbert.
Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis 2016 der Kunststiftung NRW geht an die in Köln lebende Übersetzerin Christine Ammann für die Übersetzung von Das verborgene Leben des Waldes des amerikanischen Autors David G. Haskell, erschienen im Antje Kunstmann Verlag 2015.

Der Straelener Übersetzerpreis gehört zu den höchstdotierten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum und wird im niederrheinischen Straelen seit 2001 vergeben.

Der Preis wird am 8. Juni 2016 im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen durch die Generalsekretärin der Kunststiftung NRW Dr. Ursula Sinnreich überreicht.
Für den Preis wurden 2016 siebzig Bewerbungen eingereicht. Der Jury gehören die Übersetzer Ulrich Blumenbach, Jürgen Dormagen, Kristof Magnusson und Rosemarie Tietze an sowie der Journalist Jan Wiele.

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