Coburger Rückert Preis 2016 an Sema Kaygusuz

Sema Kaygusuz
(c) Muhsin Akgün

Am 31. Januar, dem Todestag Friedrich Rückerts, wird der Coburger Rückert-Preis im Rahmen einer festlichen Verleihung an die türkische Autorin Sema Kaygusuz verliehen.

Kaygusuz wurde 1972 in Samsun/türk. Schwarzmeerküste geboren und lebt heute in Istanbul. Von 1990 bis 1994 studierte sie Kommunikationswissenschaften an der Gazi-Universität in Ankara und begann während dieser Zeit auch zu schreiben. 2008 war sie Stadtschreiberin in Berlin im Rahmen des AUstauschprogramms „Der nahe Blick“ und 2010 Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. In deutscher Übersetzung liegen bisher zwei ihrer Bücher vor: „Wein und Gold“ (2008) und „Schwarze Galle“ (2013).

In der Jurybegründung heißt es: „Sema kaygusuz gilt als eine herausragende Vertreterin der jüngeren türkischen Literatur und laut einer Umfrage der Zeitschrift Notos als ,Eine der größten schriftstellerischen Hoffnungen‘. Sema Kaygusuz hat alevitisch-kurdische und jüdische Wurzeln in der Familie und schreibt aus dem Bewusstsein dieser multikulturellen, zudem stark mystisch geprägten Tradition heraus. Mit den Religionen und ihren Ausprägungen geht Kaygusuz kritisch ins Gericht und vertritt stattdessen eine universelle Spiritualität.

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