DeutschenAkademie Rom: Die zehn neuen Villa Massimo Kandidaten stehen fest / Dabei: DuMont-Autorin Julia Franck und Rotbuch-Autor Feridun Zaimoglu

Vom 1. Februar an ziehen die neuen Stipendiaten des Jahrgangs 2005 in die zehn großzügigen Wohn-Ateliers der Villa Massimo in Rom ein. Das einjährige Stipendium der Deutschen Akademie ist die bedeutendste Auszeichnung für deutsche Künstler im Ausland. Eine bundesweite Jury bestehend aus renommierten Künstlern und Kulturschaffenden der Sparten Kunst, Musik, Literatur und Architektur trifft die Auswahl.

Gleich vier Künstler kommen aus Berlin: Es ist die Schriftstellerin Julia Franck (1970), Preisträgerin des Marie-Luise-Kaschnitz-Preises 2004, ihr letzter Roman „Lagerfeuer“ erschien 2003 im DuMont Verlag; es ist Veronika Kellndorfer für die Sparte Architektur, ihr aktuelles Projekt „Exterior and interior dreams“ „erkundet die Bedingtheiten urbaner Situationen“; es ist der Komponist Sebastian Claren (1965), Preisträger u.a. des Kranichsteiner Musikpreises, des Stuttgarter Kompositionspreises und des Boris-Blacher-Preises; und es ist die Malerin Gabriele Basch (1964) aus Berlin, sie „arbeitet mit Rauminszenierungen, die das Spannungsfeld zwischen idealisierter Naturvorstellung und standardisierter Glücksverheißung ausloten“.

Weitere Stipendiaten für die Sparte „Bildende Kunst“ sind Wolfgang Kaiser (1965) aus München, u.a. Leiter des Ausstellungsprojektes „sub 11“; der Künstler Manuel Franke (1964) aus Düsseldorf, der Räume und ihre Stoffe neu interpretiert und thematisiert; Sandra Hastenteufel (1966), internationale Ausstellungen, u.a. Palais des Beaux Arts, Brüssel sowie South African National Gallery, Kapstadt.

Für die Sparte Musik kommt neben dem Komponisten Sebastian Claren der Komponist, Pianist und Dirigent Rudi Spring (1962) aus München. Für die Sparte Architektur wurde neben Veronika Kellndorfer der Architekt Jakob Timpe (1967) aus Darmstadt ausgewählt, der sich vor allem auf Design spezialisiert hat. Neben der Schriftstellerin Julia Franck hat Feridun Zaimoglu das Stipendium für die Sparte Literatur bekommen. Der Schriftsteller, Drehbuch- und Theaterautor aus Kiel, avancierte mit seinem ersten Buch „Kanak Sprak“ (1995 bei Rotbuch) zum Kultautor, u.a. Preisträger des Friedrich-Hebbel-Preises 2002 und des Albert-von-Chamisso-Preises 2005.

Für den Direktor der Villa Massimo, Dr. Joachim Blüher, ist es der dritte Stipendiaten-Jahrgang seiner Amtszeit seit der Neueröffnung der frisch renovierten Villa am 27. Mai 2003. „Jeder Stipendiaten-Jahrgang hat seine eigene Charakteristik und Dynamik und ich freue mich, mich immer wieder auf zehn neue Künstler einlassen zu können.“

www.villamassimo.de

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