Die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2010 stehen fest / Sonderpreis geht an Mirjam Pressler

Soeben hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder auf der Frankfurter Buchmesse die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

Preisträger, Juroren und weitere Beteiligte

Die Gewinner der Kritikerjury sind:
In der Sparten Bilderbuch:

Stian Hole: Garmans Sommer
Übersetzt von Ina Kronenberger (Hanser)

Stian Hole erklärte, die Auszeichnung sei „vermutlich das Größte, was man als Kinderbuchautor erleben kann“. Er fühle sich als „privilegierter Autor einer privilegierten Generation in einem privilegierten Land“.

In der Sparte Kinderbuch:

Jean Regnaud (Text)
Émile Bravo (Illustration)
Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen
Aus dem Französischen von Kai Wilksen
Lettering von Michael Hau
Carlsen

Jean Regnaud dankte dem Carlsen Verlag, der das Buch als erster ausländischer Verlag gebracht habe. Er sei davon überzeugt, dass Deutschland ihm Glück bringe.

In der Sparte Jugendbuch:

Nadia Budde
Such dir was aus, aber beeil dich!
Kindsein in zehn Kapiteln
Fischer Schatzinsel

Nadia Budde bedankte sich beim Verlag und bei Tilman Spreckelsen, den Herausgeber der Bücher mit dem blauen Band, weil er am Buch einen sehr viel größeren Anteil habe als er glaube.

In der Sparte Sachbuch:

Christian Nürnberger
Mutige Menschen. Widerstand im Dritten Reich
(Gabriel)

Christian Nürnberger erzählte, dass er von seiner Lektorin dazu ermuntert worden sei, ein Jugendbuch zu schreiben, und er zunächst einmal geantwortet habe, dass er das nicht könne. Den jugendlichen Teilnehmern der Preisverleihung rief er zu, manchmal dauere es eben 30 oder 40 Jahre, bis man wisse, was man kann, und manchmal müsse einem das auch eine Lektorin erklären.

Die Jugendjury zeichnete aus:

Suzanne Collins
Die Tribute von Panem -Tödliche Spiele
Aus dem Englischen von Sylke Hachmeister und Peter Klöss
(Oetinger)

Suzanne Collins dankte mit einer für alle Fälle vorbereiteten Videobotschaft.

Mirjam Pressler, Roswitha Budeus-Budde, Kristina Schröder

Der Sonderpreis für das Werk eines Jugendbuchautors geht in diesem Jahr an Mirjam Pressler.

Die Laudatio hielt Dr. Roswitha Budeus-Budde, Vorsitzende der Sonderpreisjury. Sie lobte Mirjam Presslers „kreative Besessenheit“, die bis heute anhalte.

Die Preise des Deutschen Jugendliteraturpreises sind mit 8.000 Euro pro Sparte dotiert und können zwischen Autoren, Illustratoren und Übersetzern aufgeteilt werden. Die Kritikerjury bestand in diesem Jahr aus Dr. Susanne Helene Becker (Vorsitz), Ute Hachmann und Thomas Linden (Spartenjuroren Bilderbuch), Dr. Susanne Graf und Sabine Lippert (Spartenjuroren Kinderbuch), Ulf Cronenberg und Katrin Maschke (Spartenjuroren Jugendbuch) sowie Prof. Dr. habil. Heike Elisabeth Jüngst und Monika Trapp (Spartenjuroren Sachbuch).

Die Jugendjury setzt sich zusammen aus folgenden Leseclubs: cg-Leseclub (Bamberg; Bayern), „Do it- read a book!“ (Wermelskirchen; NRW), Leipziger Jugend-Literatur-Jury (Sachsen), „Literarischer Salon“ (Schnepfenthal; Thüringen), „Reading Teens“ (Hamburg), Spandauer Jugendjury der Stadtbiliothek Spandau (Berlin).

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