Dreizehn Bildungssoftware-Programme mit „digita 2003“ ausgezeichnet

Der deutsche Bildungssoftware-Preis digita ist heute an dreizehn Com-puterprogramme und Online-Angebote für Schule, Berufsausbildung und privates Lernen verliehen worden. Die Jury zeichnete bei der Bildungsmesse in Nürnberg, der größten deutschen Fachmesse dieses Bereichs, Computersoftware in acht unterschiedlichen Kategorien als vorbildliche Angebote aus. Die „digita“-Preisträger zeigen vor allem durch ihre inhaltliche Ausrichtung und ihre didaktische Aufbereitung der Themen, wie moderne Computer- und Internet-Technik nutzbringend für Lehren und Lernen eingesetzt werden kann.

Der Deutsche Bildungssoftware-Preis „digita“ wurde in Nürnberg bereits zum achten Mal verliehen. Er gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für Bildungssoftware in Deutschland. Zum ersten Mal kamen in diesem Jahr gleich drei Online-Angebote zum Zuge: So ging der Sonderpreis der Jury für Medienkompetenz an „LizzyNet“, eine Selbstlern-Community für Mädchen und junge Frauen, die vom Bonner Verein „Schulen ans Netz“ im Internet gegründet wurde. Bei den didaktischen Werkzeugen für Lehrer wurde „Primolo“, ebenfalls von Schulen ans Netz, durch die digita-Jury ausgezeichnet. Ein weiteres Online-Angebot, „Ausbildung der Ausbilder Online“ (ets, Halblech), wurde in der Kategorie Berufliche Aus- und Weiterbildung prämiert.

In der Kategorie Privates Lernen setzten sich unter den insgesamt 97 eingereichten Computerprogrammen durch: „Zu Haus bei Mimi Lesemaus“ (Oldenbourg Verlag, München), eine Leseförderung für Vorschulkinder, das Freizeitprogramm „Fritz & Fertig – Schach lernen“ (Terzio Verlag, München), sowie die Holocaust-Darstellung „Gegen das Vergessen“ (Systhema, München). Bei den Programmen für Allgemeinbildende Schulen errangen „Lernen macht Spaß – Im Zauberwald“ (Terzio Verlag) und „Die Stadt im späten Mittelalter“ vom Südwestdeutschen Rundfunk Baden-Baden den „digita 2003“.

Die Programme „Wärmebehandlung von Stahl“ (Technik und Medien, Berlin). und „Interactive Multimedia Introduction to Signal Processing“ (Springer, Heidelberg) wurden in der Kategorie Berufliche Aus- und Weiterbildung ausgezeichnet. Bei den eingereichten Nachschlagewerken prämierte die Jury „Basiswissen Schule – Literatur“ (paetec, Berlin). Den Förderpreis für nicht kommerziell vertriebene Programme erhielt das Programm „TOP-KiE, Praxisorientierter Unterricht für den Ausbildungsberuf Einzelhandelskaufmann“ (Nahrwold, Hamburg). Der Intel-Förderpreis für Schulprojekte ging an das Unterrichtsprojekt „Regenwurm“ der Autoren Monika Then, Sabine Heß und Franz Reich von der Verbandsschule Untereßfeld in Bad Königshofen/Bayern.

Schirmherr der „digita 2003“ ist der brandenburgische Minister für Bildung, Jugend und Sport, Steffen Reiche. Träger des Deutschen Bildungssoftware-Preises sind das IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der TU Berlin, die Zeitschrift bild der wissenschaft und die Stiftung Lesen. Der Jury gehören neun Pädagogen, Wissenschaftler und Publizisten an: Ralf Butscher (bild der wissenschaft, Stuttgart), Dr. Charlotta Flodell (Verbund öffentlicher Bibliotheken, Berlin), Wolfgang Friebe (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz, Mainz), Prof. Wilfried Hendricks, Leiter des IBI, Reiner Korbmann (Science&Media, München), Rudolph Peschke (Hessisches Kultusministerium, Wiesbaden), Dr. Martina Roth (Intel GmbH, München), Dr. Andreas Vogel (Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn) und Manfred Wolf (Akademie für Lehrerfortbildung und Personalbildung, Dillingen/Donau).

Weitere Informationen:
Prof. Wilfried Hendricks, digita-Geschäftsstelle,
Tel. 030-399 02-400, Fax 030-399 02-401
ibi@ibi.tu-berlin.de

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