Ernst Klee erhält Wilhelm Leuschner-Medaille

Der Frankfurter S. Fischer-Autor Ernst Klee erhält die höchste Auszeichnung des Landes Hessen, die Wilhelm Leuschner-Medaille. Ministerpräsident Roland Koch wird am 1. Dezember, dem hessischen Verfassungstag, die Medaille in Wiesbaden übergeben. Mit Ernst Klee werden in diesem Jahr Jutta Fleck, Irmgard Heydorn und Benno von Heynitz geehrt.

Ernst Klee wurde 1942 in Frankfurt am Main geboren, nach dem Studium begann er als Journalist zu arbeiten. Für seine Bücher, Filme und Artikel erhielt er zahlreiche Preise, u.a. 1982 den Adolf-Grimme-Preis. 1983 veröffentlichte Ernst Klee das Buch »›Euthanasie‹ im NS-Staat. Die Vernichtung ›lebensunwerten Lebens‹«. Seine Forschungstätigkeit ist seitdem auf die Medizinverbrechen im Nationalsozialismus konzentriert. Wie kein anderer hat er in Archiven Material gesichtet und an die Öffentlichkeit gebracht, die Täter enttarnt und den Opfern ihre Namen und ihre Geschichte zurück gegeben. Für sein Buch »Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer« erhielt er 1997 den Geschwister-Scholl-Preis. Die Stadt Frankfurt am Main zeichnete ihn 2001 mit der Goethe-Plakette aus. 2003 veröffentlichte Ernst Klee »Das Personenlexikon zum Dritten Reich«, das sich sehr schnell als Standardwerk durchsetzte. 2007 erschien »Das Kulturlexikon zum Dritten Reich«.

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