Frank Schulz erhält Kranichsteiner Literaturpreis

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis geht im Jahr 2012 an den 1957 geborenen und in Hamburg lebenden Schriftsteller Frank Schulz. Er erhält den Preis in Anerkennung für sein Werk, „unter besonderer Berücksichtigung von Onno Viets und der Irre vom Kiez“ (Galiani), so die Jury.

Dieses Buch setze die 1991 begonnene und 2006 abgeschlossene „Hagener Trilogie“ insofern konsequent fort, als Schulz seinen sarkastisch-liebevollen Blick auf eine Hamburger Gesellschaftsschicht, die dem Bürgertum lieber materiell als kulturell angehören will, beibehalte. Er porträtiere auf unideologische, aber umso witzigere Weise eine soziale Gruppe, die in der deutschen Literatur ansonsten kaum Chronisten gefunden habe.

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 16. November in Darmstadt verliehen. Die Laudatio hält Edo Reents (FAZ). Außerdem erhalten die Schriftstellerin Inka Parei ein 10-wöchiges Stipendium im Deutschen Haus der New York University und Gregor Sander ein 10-wöchiges Stipendium an der Queen Mary University of London.

Der Jury gehörten Lerke von Saalfeld, Burkhard Müller und Andreas Platthaus an.

Ebenfalls am 16. November, 11.30 Uhr, bewerben sich in einer öffentlichen Lesung im Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt drei Autoren um den Kranichsteiner Literaturförderpreis. Der
Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, ein zusätzlicher Preis in Höhe von 1.000 Euro wird von einer
Schüler-Jury vergeben.

Alle Preise werden am Abend des 16. November um 19 Uhr im Theater Mollerhaus in Darmstadt, Sandstr. 10, überreicht.

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