Franz-Hessel-Preis: Die Longlist steht

Heute hat die Jury des Franz-Hessel-Literaturpreises die nominierten Autoren 2016 bekanntgegeben. Mit dem Preis, der seit 2010 jährlich abwechselnd in Frankreich und Deutschland verliehen wird, werden ein deutsch- und ein französischsprachiger Autor ausgezeichnet, die im Nachbarland noch unbekannt sind und deren Werke weitestgehend noch nicht übersetzt wurden.

Die Stiftung Genshagen (Deutschland) und die Villa Gillet (Frankreich) vergeben diesen Preis gemeinsam. Er wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem französischen Ministère de la Culture et de la Communication initiiert und ist mit jeweils 10.000 Euro pro Preisträger dotiert. Die beiden Finalisten aus Deutschland und Frankreich werden zu Beginn des kommenden Jahres bekannt gegeben und zur Preisverleihung nach Paris eingeladen.

Für die Longlist hat die deutsch-französische Jury folgende Autoren ausgewählt:

Deutschland
Ursula Ackrill, Zeiden, im Januar (Wagenbach, 2015)
Jochen Beyse, Lawrence und wir (Diaphanes, 2015)
Valerie Fritsch, Winters Garten (Suhrkamp, 2015)
Lioba Happel, dement (Rimbaud Verlag, 2015)
Saskia Henning von Lange, Zurück zum Feuer (Jung und Jung, 2014)
Ulla Lenze, Die endlose Stadt (Frankfurter Verlagsanstalt, 2015)
Ulrich Peltzer, Das bessere Leben (S. Fischer, 2015)
Leif Randt, Planet Magnon (Kiepenheuer & Witsch, 2015)
Norbert Scheuer, Die Sprache der Vögel (C. H. Beck, 2015)
Frank Witzel, Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 (Matthes & Seitz, 2015)

Frankreich
Cécile Coulon, Le Cœur du pelican (Viviane Hamy)
Sophie Divry, La Condition pavillonnaire et Quand le diable sortit de la salle de bains (Notabilia/Noir Sur Blanc)
Michaël Ferrier, Mémoires d’outre-mer (Gallimard)
Hélène Frappat, N’oublie pas de respire (Actes Sud)
Fabrice Humbert, Éden Utopie (Gallimard)
Noémi Lefèbvre, L’Enfance politique (Verticales)
Caroline de Mulder, Bye bye Elvis (Actes Sud)
Pierre Patrolin, L’Homme descend de la voiture (P.O.L)
Patrice Pluyette, La Fourmi assassin (Seuil)
Sylvain Prudhomme, Les Grands (Gallimard)
Mathieu Riboulet, Entre les deux, il n’y a rien (Verdier)
Isabelle Sorente, La Faille (Éditions JC Lattès)
Joy Sorman, La Peau de l’ours (Gallimard)
Jean Vedrines, Morteparole (Fayard)

Eine deutsch-französische Jury wählt die Preisträger aus, ihr gehören an: Nils C. Ahl (Journalist und Literaturkritiker), Francesca Isidori (Journalistin und Literaturkritikerin), Christine de Mazières (Generalbevollmächtigte des französischen Verlegerverbands), Augustin Trapenard (Journalist und Literaturkritiker), Guy Walter (Direktor der Villa Gillet und der Subsistances), Thorsten Dönges (Literarisches Colloquium Berlin), Hans-Peter Kunisch (Journalist und Autor), Petra Metz (Literaturkritikerin) und Ulrike Vedder (Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin).

Der Franz-Hessel-Preis soll dazu beitragen, den literarischen und intellektuellen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich zu vertiefen und zu beleben. Namensgeber des Preises ist der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880 -1941), der mit seinem Leben und Werk ein Mittler zwischen beiden Ländern und Kulturen war.

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