Georg-Büchner-Preis an Wilhelm Genazino

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis dieses Jahr an den Schriftsteller Wilhelm Genazino. Der Literaturpreis ist mit 40.000 Euro dotiert und wird mit der Begründung der Jury auf der Herbsttagung der Akademie am 23. Oktober in Darmstadt überreicht.

Hanser-Verleger Michael Krüger zur heutigen Nachricht: „Wilhelm Genazino hat sich wie Georg Büchner, der Namenspatron des Preises, stets um die Randexistenzen der Gesellschaft gekümmert. Deshalb sind wir besonders froh, dass die Jury des immer noch wichtigsten deutschen Literaturpreises sich nun um Wilhelm Genazino gekümmert hat. Wir glauben, dass Georg Büchner sich über diesen Preisträger gefreut hätte.“

Wilhelm Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geboren und lebt heute Zeit als freier Autor in Frankfurt. Er begann als Journalist, unter anderem bei der satirischen Monatszeitschrift „Pardon“, und schrieb auch Hörspiele, bevor er mit seiner Angestellten-Romantrilogie „Abschaffel“ (1977), „Die Vernichtung der Sorgen“ (1978) und „Falsche Jahre“ (1979), bekannt wurde.

Im Carl Hanser Verlag erschienen zuletzt die beiden erfolgreichen und vielbeachteten Romane „Ein Regenschirm für diesen Tag“ (2001) und „Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ (2003). Im Sommer 2004 werden seine Essays und Aufsätze unter dem Titel „Der gedehnte Blick“, ein Buch über das Beobachten und das Lesen, über Lebensgeschichten und Schreibabenteuer, über Fotografien und über das Lachen, vorliegen.

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