Georg-Dehio-Buchpreis 2006 für Karl-Markus Gauß

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa zeichnet den Schriftsteller und Essayisten Karl-Markus Gauß für sein Gesamtwerk mit dem Georg-Dehio-Buchpreis aus. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis würdigt das publizistische Gesamt- und Lebenswerk eines Autors und wird am 29. November 2006 in Berlin verliehen.

Karl-Markus Gauß, so das Kulturforum, trage dazu bei, „ein verlorengehendes Europa geistig zu bewahren und die historischen Hintergründe dieses Verlustes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“.

Die Preisverleihung findet statt am Mittwoch, 29.11. 2006, 19 Uhr im Atrium der Deuschen Bank, Unter den Linden 13-15, 10117 Berlin. Die Laudatio wird der bosnische Schriftsteller Dzevad Karahasan halten.

Karl-Markus Gauß, geboren 1954 in Salzburg, porträtierte u.a. »Die sterbenden Europäer« (2001), besuchte in einem slowenischen Roma-Ghetto »Die Hundeesser von Svinia« (2004) und spürte auf seinen Reisen durch Litauen, die Zips und entlang des Schwarzen Meers »Die versprengten Deutschen« (2005) auf. In seinen Journalen »Mit mir ohne mich« (2002) und »Von nah, von fern« (2003) hinterfragt der scharfsinninge Kulturkritiker Gauß das aktuelle Zeitgeschehen. Im Frühjahr 2007 erscheint ein dritter BAnd unter dem Titel „Zu früh, zu spät“. Seine Bücher erscheinen im Paul Zsolnay Verlag.

Gauß ist darüber hinaus Herausgeber der Zeitschrift Literatur und Kritik und schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung und Die Presse. Seine in mehrere Sprachen übersetzten Bücher wurden u.a. mit dem Europäischen Essaypreis Charles Veillon (1997), dem Bruno Kreisky Preis für das politische Buch (1998) und dem Manès-Sperber-Preis (2005) ausgezeichnet.

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