Geschwister-Scholl-Preis 2010 geht an Joachim Gauck

Der Geschwister-Scholl-Preis 2010 wird Joachim Gauck verliehen. Er erhält den Preis für sein aktuelles Buch Winter im Sommer – Frühling im Herbst (Siedler).

Mit seiner klaren Haltung in Leben und Werk rage Gauck aus dem politischen und gesellschaftlichen Mainstream heraus und handele im Sinne des Preises, so die Jurybegründung. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Debatten darüber, ob die DDR nun ein Unrechtsstaat gewesen sei oder nicht, noch voll im Gang. Joachim Gauck zeigt in seinem Buch, dass für ihn die Antwort ganz einfach ist: Die DDR-Führung nahm ihren Bürgern die Freiheit und das war unrecht. „Doch ich wollte und will mir jene warme und tiefe Zuneigung zur Freiheit erhalten, die wohl nur versteht, wer sich lange und intensiv nach ihr gesehnt hat und in ihr magnetisches Feld geraten ist“, schreibt Gauck.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern und die Landeshauptstadt München vergeben den mit 10.000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preis zum 31. Mal. Zu den bisherigen Preisträgern zählten in den letzten Jahren u.a. Roberto Saviano, David Grossmann, Anna Politkovskaja und Necla Kelek.

Die Preisverleihung findet am 29. November um 19 Uhr in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität in München statt. Erstmals wird die Auszeichnung im Rahmen des Literaturfests München vergeben.

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