Gesine Schwan lobt Juli Zeh

v.l.: Gesine Schwan, Juli Zeh, Thomas Kraft

Bayern-VS-Vorsitzender Thomas Kraft wies zum Auftakt der Verleihung des Carl-Améry-Literaturpreises an Juli Zeh am Dienstag Abend in München auf die nach wie vor aktuellen Forderungen der Gründer des Schriftstellerverbandes von vor 40 Jahren hin, u.a. auf die Abschaffung der Umsatzsteuer für Autoren.

Beim Festakt der mit 6.000 Euro dotierten Auszeichnung hielt die Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin Gesine Schwan die Laudatio auf Juli Zeh. Schwan lobte Vitalität, Scharfsinn und den sachlichen Ernst von Zehs Gesellschaftskritik.

Mit „Corpus Delicti“ (Schöffling & Co) trete Zeh in die Fußstapfen des späten Amery. Ironie und Witz Zehs ließen dem Denken der Leser keine Ruhe, so Schwan. Die 1974 in Bonn geborene Tochter des früheren Direktors beim Deutschen Bundestag Wolfgang Zeh bedankte sich im überfüllten Saal des Münchner Literaturhauses mit originellen Gedanken zur Krise und zur Differenz von Warum- und Wozu-Fragen:

Die Krise könne uns das Geld nehmen, aber nicht die Zeit. Es fehle an Selbstbewusstsein, um Zukunft nicht länger als allumfassendes Risiko misszuverstehen.

nb

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