Großer Bahnhof für WELT-Literaturpreis 2007 / Preisträger Daniel Kehlmann sprach offen über den Umgang mit dem frischen Ruhm

Gestern war es in Berlin soweit: Daniel Kehlmann erhielt den WELT-Literaturpreis 2007 für seinen Roman „Die Vermessung der Welt“ überreicht [mehr…].

Hellmuth Karasek hielt die Laudatio – und erklärte, warum seiner Ansicht nacht der junge österreichische Autor in die Fußstapfen von Günter Grass trete.

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„Daniel Kehlmann hat mit seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ einen Bestseller hingelegt,

Friede Springer im Gespräch mit Laudator und Preisträger

geradezu Patrick-Süskind-gleich“, sagte Rachel Salamander, die Herausgeberin der Literarischen Welt. Dass in einigen Feuilletons missmutige Bemerkungen über die Entscheidung zu lesen waren, legt sie als indirektes Kompliment aus: „Uns ist es bei der Verleihung des WELT-Literaturpreises noch nie darum gegangen, Originalität zu beweisen. Uns geht es immer nur darum, Qualität auszuzeichnen.“
Noch immer erfülle ihn die Existenz des Romans mit jenem Gefühl von Freude, das er bei der Arbeit daran so intensiv erlebt habe wie nie zuvor beim Schreiben, sagte Daniel Kehlmann in seiner humorvollen Dankesrede (die mit nicht endenwollendem Beifall bedacht wurde), in der er sich Gedanken über sein Leben vor und mit dem Erfolg machte: „Der eigene Name wird, ohne dass man etwas anders gemacht hätte als zuvor, sprichwörtlich fürs Gegenteil dessen, was man doch bis vor kurzem war.“ Kehlmann kündigte an, das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen weiterzugeben.

Anschließend wurde die Preisverleihung im 19. Stock des Axel-Springer-Hauses mit einem festlichen Empfang gefeiert. Zur Festgemeinde zählten neben Friede Springer, dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner und WELT-Chefredakteur Thomas Schmid unter anderem die Preisträgerinnen des Deutschen Buchpreises Katharina

Auf dem Foto: Hellmuth Karasek, Rachel
Salamander, Daniel Kehlmann, Friede Springer,
Thomas Schmid, Matthias Döpfner

Hacker und Julia Franck, zahlreiche Verleger wie Alexander Fest (Rowohlt), Tanja Graf (SchirmerGraf), Günter Berg (Hoffmann und Campe), Klaus Eck (Random House), Wolfgang Hörner (Eichborn Berlin), Manfred Metzner (Wunderhorn), Marcel Hartges (DuMont), Winfried Stephan (Diogenes), Thomas Rathnow, (Siedler), Axel Rütters (EVA) und Stefan Weidle (Weidle). Auch Autoren (Barbara Bongartz, Christian Eichel, Matthias Nolte, Bernhard Schlink) und natürlich auch der Rest der Branche war aus Nah und Fern angereist, darunter Lord George Weidenfeld, Lothar Menne, Uwe Held, Michael Jürgs, Henryk M. Broder, Liane Kolf, Karin Graf, Dr. Frauke Jung-Lindemann, Ulrich Schreiber, Petra Lölsberg, Tom Erben und Ulrich Janetzki.
M.Lesemann

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