Juliane Hielscher erhält den Debütpreis des Buddenbrookhauses 2005

Juliane Hielscher erhält für ihren Roman „Vom Leben und Sterben der Pinguinfische“ (Eichborn) den Debütpreis des Buddenbrookhauses. Der Lions-Club Lübeck-Hanse und die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck verleihen den Debütpreis im nächsten Monat zum zweiten Mal. Er wird alle zwei Jahre in Anlehnung an eines der erfolgreichsten Debüts der Weltliteratur verliehen: an Thomas Manns „Buddenbrooks“. Mit diesem Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist und der vom Lions Club Lübeck-Hanse gestiftet wird, soll jungen Autorinnen und Autoren der Weg geebnet werden.

In der Begründung der Jury heißt es, dass Juliane Hielscher den überzeugenden Nachweis geliefert habe, dass mit klassischen Erzählstrukturen auch aktuelle Themen für den Leser packend dargebracht werden können. In dem Roman wird die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen erzählt, deren Schicksale kunstvoll verflochten sind. Hielscher entwerfe ein Modell der modernen Familie und zeige damit Möglichkeiten solidarischer Lebensform auf.

Der erste Preisträger war im Jahr 2003 Christof Hamann (Steidl) mit seinem Roman „Seegfrörne“. Seitdem lasen in der Reihe „Debüt im Buddenbrookhaus“ sieben Autorinnen und Autoren.

Übergeben wird der Preis am 11. September um 19:30 Uhr während der 8. Internationalen Lübecker Literaturwoche im Buddenbrookhaus durch den
Präsidenten des Lions-Club Lübeck-Hanse, Fritz Wittenberg. Die Laudatio hält Jürgen Feldhoff, Ressortleiter „Kultur“ der Lübecker Nachrichten. Anschließend wird Juliane Hielscher aus ihrer unveröffentlichten Erzählung „Das Eintagsbuch“ lesen, die im Herbst 2006 im Eichborn Verlag erscheinen
wird.

Juliane Hielscher, geboren 1963 in Hamburg, studierte Philosophie und Germanistik. Nach ihrem Studium arbeitete sie als freie Journalistin für den Hörfunk und für Zeitschriftenverlage. Zwischen 1988 und 1995 war sie Redakteurin und Moderatorin bei SAT.1. Seit 1998 ist sie Moderatorin beim ZDF-Morgenmagazin. Juliane Hielscher hat einen Sohn und lebt in Berlin.

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