Leipzig: Eben wurde die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 verkündet

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurden heute die Nominierten der Kritiker- und der Jugendjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis verkündet.

Die Nominierungen der Kritikerjury

Sparte Bilderbuch

Marianne Dubuc: Meine große kleine Welt, aus dem Französischen von Anna Taube (Carlsen)

Marije Tolman/Ronald Tolman: Das Baumhaus (Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher)

Jean-Luc Fromental/Joёlle Jolivet : Oups!, aus dem Französischen von Leonie Jacobson (Carlsen)

Martin Baltscheit: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor (Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher)

Stein Erik Lunde/Øywind Torseter: Papas Arme sind ein Boot, aus dem Norwegischen von Maike Dörries (Gerstenberg)

Aino Havukainen/Sami Toivonen: Tatu und Patu und ihre verrückten Maschinen, aus dem Finnischen von Elina Kritzokat (Thienemann)

Sparte Kinderbuch

Frida Nilsson/Ulf K.: Ich, Gorilla und der Affenstern, aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger (Gerstenberg)

Milena Baisch/Elke Kusche: Anton taucht ab (Beltz & Gelberg)

Evan Kuhlman/J.P. Coovert : Der letzte unsichtbare Junge, aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn (dtv junior)

Monika Helfer/Michael Köhlmeier/Barbara Steinitz: Rosie und der Urgroßvater (Hanser)

Chris Priestley/David Roberts: Onkel Montagues Schauergeschichten, aus dem Englischen von Beatrice Howeg (Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher)

K.A. Nuzum: Hundewinter, aus dem Englischen von Gerda Bean (Carlsen)

Sparte Jugendbuch

Jan de Leeuw: Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus, aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf (Gerstenberg)

Wolfgang Herrndorf: Tschick (Rowohlt Berlin)

James Roy: Town. Irgendwo in Australien, aus dem Englischen von Stefanie Schaeffler (Gerstenberg)

Karin Bruder: Zusammen allein (dtv Reihe Hanser)

Oscar Hijuelos: Runaway, aus dem Englischen von Günter Ohnemus (Fischer Schatzinsel)

Ellen Hopkins: Crank, aus dem Englischen von Henning Ahrens (Carlsen)

Sparte Sachbuch

Ole Könnecke: Das große Buch der Bilder und Wörter (Hanser)

Alexandra Maxeiner/Anke Kuhl: Alles Familie! Vom Kind der neuen Freundin vom Bruder von Papas früherer Frau und anderen Verwandten (Klett Kinderbuch)

Antony Penrose: Der Junge, der Picasso biss, aus dem Englischen von Egbert Baqué (Knesebeck)

Christian Eichler/Jürgen Rieckhoff: Zuckerpass und Blutgrätsche. Wahre Geschichten rund um den Fußball (Klett Kinderbuch)

Sigrid Belzer: Die genialsten Erfindungen der Natur. Bionik für Kinder (Fischer Schatzinsel)

Jens Soentgen/Vitali Konstantinov: Von den Sternen bis zum Tau. Eine Entdeckungsreise durch die Natur (Peter Hammer)

Die Nominierungen der Jugendjury:

John Green: Margos Spuren, aus dem Englischen von Sophie Zeitz (Hanser)

Ursula Poznanski: Erebos (Loewe)

Kathrin Schrocke: Freak City (Sauerländer)

Janne Teller: Nichts. Was im Leben wichtig ist, aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler (Hanser)

Rachel Ward: Numbers. Den Tod im Blick, aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn (Chicken House)

Lauren Oliver: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aus dem Englischen von Katharina Diestelmeier (Carlsen)

Nominierungsbroschüre
Illustration: Stian Hole

„Noch nie war das Wort ‚sinnlich‘ so häufig in Verlagsvorschauen zu lesen wie im vergangenen Jahr“, fand Susanne Helene Becker, Vorsitzende der Kritikerjury. „Tatsächlich ist es vor allem das Sachbuch, das alle Sinne anspricht: Es erlebt derzeit eine wahre Blüte. Auffallend und erfreulich ist die Tendenz, rundum ansprechende Bücher zu machen. Diese hinterlassen einen nachhaltigen haptischen Eindruck beim Leser und zeigen, welch harter Konkurrenz E-Books ausgesetzt sein können. Das ist uns mit Blick auf die Leserförderung sehr wichtig.“

Die neun Mitglieder der Kritikerjury haben über 587 eingereichte Titel aus der Produktion des Vorjahres für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 geprüft, und in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch je sechs Bücher nominiert. „Die erneut angestiegene Zahl der Verlagseinreichungen zeigt, dass die Verlage Vertrauen in den Preis setzen. Und das Interesse des Lesepublikums, das sich am Besucheransturm bei den Veranstaltungen auf der Leipziger und Frankfurter Buchmesse messen lässt, gibt ihnen Recht“, so die Juryvorsitzende.

Die unabhängige Jugendjury vergibt im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises ihren eigenen Preis. Sie setzt sich aus sechs über Deutschland verteilten Leseclubs zusammen: dem cg-Leseclub des Clavius Gymnasiums in Bamberg, dem Leseclub Die Bestseller der Uhland-Realschule und der Stadtbibliothek Göppingen, dem Jugendleseclub Beckum der Öffentlichen Bücherei Beckum, der Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig, der Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau und dem Leseclub www.die-blaue-seite.de der Bücherpiraten e.V. in Lübeck. Die jugendlichen Experten haben insgesamt sechs Titel nominiert.

Die Preisträger sollen am Freitag, dem 14. Oktober 2011, von Bundesministerin Kristina Schröder auf der Frankfurter Buchmesse verkündet werden. Stifter des Preises ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein Katalog mit den Nominierungen (s. Abb.) ist ab Anfang Mai 2011 beim den Arbeitskreis für Jugendliteratur erhältlich. Das Plakat mit den Nominierungen wird außerdem der April-Ausgabe von BuchMarkt beiliegen.

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