Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst geht an Jan Kuhlbrodt

Jan Kuhlbrodt ist der fünfte Träger des Literaturpreises des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Für ihn entschied sich die von Kunstministerin Sabine von Schorlemer eingesetzte Jury, bestehend aus den Schriftstellerinnen Constanze John und Undine Materni, dem Journalisten Tomas Gärtner, dem Verleger, Herausgeber und Autor Andreas Heidtmann sowie dem Literaturkritiker Ulf Heise.

Der Preis wird am Mittwoch 5. November, im Deutsches Literaturinstitut Leipzig überreicht.
„Mit Jan Kuhlbrodt wird ein sächsischer Autor geehrt, dessen Wirken sich durch alle Genres zieht und in seiner literarischen Schaffensbreite außergewöhnlich ist. In seinen Romanen und Gedichten widmet er sich der Aufarbeitung gesellschaftlicher und biographischer Aspekte der zurückliegenden Ära. Diese reicht in seinem Werk von der Topographie einer Kindheit in Chemnitz über die Wendezeit bis hin zur Gegenwart. Souverän wandelt Jan Kuhlbrodt zwischen narrativen und essayistischen Passagen und erweist sich dabei als Autor, der trotz hohem Reflektionsniveau mit Leichtigkeit, Melancholie und Selbstironie erzählen kann. In seinen aktuellen Gedichten begegnen wir einer philosophisch durchdrungenen Poesie, in der – zuweilen zugespitzt und mit Humor – ein differenzierter Umgang mit der Geschichte thematisiert wird. Jan Kuhlbrodt hat sich über Sachsen hinaus einen Namen als Übersetzer und Herausgeber gemacht, heißt es in der Jurybegründung.

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