Paul-Watzlawick-Ehrenring an Rüdiger Safranski

Den Paul-Watzlawick-Ehrenring des Jahres 2010 erhält der Philosoph und Schriftsteller Rüdiger Safranski.

In der Urteilsbegründung der Jury unter Vorsitz des ehemaligen Vizekanzlers Österreichs Dr. Erhard Busek erläutert Jurymitglied Annemarie Gruber: „Er beschreibt, erklärt und analysiert, ohne zu werten oder zu verurteilen. Das können nur wenige. Sein Versuch über das Böse gehört für mich zum Besten, das in der deutschen Philosophie der Nachkriegszeit geschrieben wurde.“ 


Safranski wurde 1945 in Rottweil geboren und war unter anderem Schüler Theodor W. Adornos in Frankfurt. Der freie Schriftsteller gehört dem Philosophischen Quartett beim ZDF an. Die Publikationsliste des Hanser-Autors ist lang und umfasst unter anderem Monographien zu Schiller, Nietzsche und E. T. A. Hoffmann. Zuletzt erschienen von ihm ein Werk zur Romantik im Jahr 2007 und zu Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft im vergangenen Jahr.

Der Paul-Watzlawick-Ehrenring wird von der Ärztekammer Wien vergeben. „Für die Wiener Ärztekammer“, so deren Präsident Walter Dorner, „ist der Paul-Watzlawick-Ehrenring mehr als nur ein Preis. Es ist ein Bekenntnis der Ärzteschaft zu Humanismus und Dialog, zum Brückenschlag zwischen Geistes- und Naturwissenschaften. Rüdiger Safranski versteht es, wie kaum ein anderer komplexe philosophische und gedankengeschichtliche Phänomene zu erklären und zu deuten, wie ein guter Arzt, der aus Kenntnis und Empathie heraus richtige Diagnosen stellt.“ 

Die Preisverleihung findet am 11. Mai 2010 im Kuppelsaal der TU Wien statt.

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