Reportagen zum Thema „Lesen“ gekürt

Warum möchte Martin mit 49 Jahren auf einmal doch noch Buchstabieren lernen? Die Reportage von Thorsten Fuchs „Fremde Zeichen“ über erwachsene Analphabeten in Deutschland, die in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschien, und drei weitere Zeitungsbeiträge rund um das Thema Lesen wurden jetzt durch die Jury des Dietrich Oppenberg-Medienpreises der Stiftung Lesen ausgezeichnet. Partner ist die Stiftung Presse-Haus NRZ. Der mit 6.000 Euro dotierte und im vergangenen Jahr erstmals verliehene Preis ist nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Publizisten Dietrich Oppenberg benannt, dem Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen.
Neben der Reportage von Thorsten Fuchs, die den ersten Preis erhielt, wurden folgende Texte ausgezeichnet: Für ihre nach Ansicht der Jury sprachlich außerordentlich originelle Kolumnen-Serie über Vorlese-Events wird Steffi Kammerer mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Die Artikel erschienen unter dem Titel „Mein Tagebuch“ auf den Berliner Seiten der Süddeutschen Zeitung. Der dritte Preis geht an Martin Spletter für die Serie „Wer vorliest, öffnet Kindern eine neue Welt“ in der WAZ Gelsenkirchen, die nach dem „PISA-Schock“ ermutigende Leseförderungsprojekte vorstellte – laut Jury beispielhaft für engagierten Lokaljournalismus. Mit einem Sonderpreis wird Holger Vonhof für das Zeitungsprojekt der 4. Klassen in Zusammenarbeit mit dem Höchster Kreisblatt ausgezeichnet. Im Rahmen einer Projektwoche präsentierte die Zeitung zahlreiche Autoren in einer Grundschule – und gab den Kindern Gelegenheit, selbst journalistisch aktiv zu werden. Im kommenden Jahr wird der Preis erneut ausgeschrieben. Er richtet sich an Journalistinnen und Journalisten bis 35 Jahre.

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