Werner-Bräunig-Literaturpreis für Johannes Lindhorst

In Leipzig wurde am Samstag erstmals der vom Aufbau Verlag und der Autorenschule Textmanufaktur ausgeschriebene Werner-Bräunig-Literaturpreis für das beste Debüt vergeben. Der mit 5000 Euro dotierte Preis geht an Johannes Lindhorst, Jahrgang 1960, für einen Auszug aus seinem Roman Niemandsland.

Die Auszeichnung ist mit einem Verlagsvertrag mit Aufbau verbunden: Lindhorsts Roman, dessen Protagonist Hajo auf konspirativen und eigenwilligen Wegen westliche Computertechnik in die DDR einschleust, wird voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinen.

„Hier handelt es sich um ein großes Werk aus der Endphase der DDR, das mit sprachlicher Dichte und großer Skurrilität ausgestattet ist, ein Werk, in dem viele Jahre Arbeit stecken und das nun an die Öffentlichkeit muss“, heißt es in der Begründung der Jury, der Jenny Erpenbeck (Autorin), Burkhard Müller (Süddeutsche Zeitung) und Angela Drescher (Lektorin Aufbau Verlag) angehörten.

Mit dem Publikumspreis wird Madeleine Prahs, Jahrgang 1980, für einen Auszug aus ihrem Roman Nachbarn ausgezeichnet.

Der von der Kanzlei Gentz und Partner unterstützte Literaturpreis erinnert an Werner Bräunig (1934–1976), dessen Roman Rummelplatz 2007 im Aufbau Verlag erschien.

Informationen unter www.werner-braeunig-preis.de

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