"Sprachgewaltig und humorvoll hinterfragt sie Genderkonstrukte und patriarchale Strukturen in Kunst- Medizin- und Kulturgeschichte" Basler Lyrikpreis 2023 geht an Anna Hetzer

Anna Hetzer(c) Dirk Skiba

Der Basler Lyrikpreis 2023 geht an die Lyrikerin Anna Hetzer. Die Jury würdigt Anna Hetzer für ihr poetisches Schaffen.  Die Preisverleihung findet im Rahmen des 19. Internationalen Lyrikfestivals Basel am Samstag, 6. Mai 2023 um 19:00 Uhr im Literaturhaus Basel statt. Die Laudatio halten Simone Lappert und Alisha Stöcklin.

„Sprachgewaltig und humorvoll hinterfragt Anna Hetzer Genderkonstrukte und patriarchale Strukturen in Kunst- Medizin- und Kulturgeschichte. Ihre Gedichte halten Referenzräume prüfend gegen das Licht, setzen sich mal laut und mitreissend, mal zart und hinterfragend mit weiblicher Körperlichkeit, lesbischer Erotik und überholten Erzählmustern auseinander, indem sie etwa von Liebespaaren erzählen, die «nicht unter jeder lampe stehen bleiben» können, die «nicht schon immer so teil des bildes» waren. Mit aufregender Präzision und bestechendem Sound mischt die Lyrikerin den Kanon auf und ordnet ihn neu.“

Der mit Fr. 10’000.– dotierte Basler Lyrikpreis wird von der GGG gestiftet. Frühere Preisträger waren u.a. Nadja Küchenmeister (2022) Hans Thill (2021), Eva Maria Leuenberger (2020) Katharina Schulthens (2019), Dagmara Kraus (2018), Walle Sayer (2017), Ron Winkler (2016), José F. A. Oliver (2015) und Anja Utler (2014).

Anna Hetzer, geboren 1986, wuchs in einer deutsch-polnischen Familie in Berlin auf. Sie studierte Medizin, Philosophie und Literatur ebendort. Im Anschluss arbeitete sie in einer psychiatrischen Klinik als Ärztin. Ihr literarisches Schreiben umfasst Lyrik, Essays und Übersetzungen. Zuletzt erschienen die Bände Pandoras Playbox im Verlagshaus Berlin, sowie Schaum bei Sukultur. Sie ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und beteiligt sich zudem an verschiedenen künstlerischen Kooperationen. Sie erhielt u.a. einen Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März 2021 und ist 2023 Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin in der Villa Serpentara, Olevano Romano.

 

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