Veranstaltungen Berlin: Czernin präsentierte die erste Biografie über Martin Schulz

Der österreichische Czernin Verlag lud heute zur Präsentation der druckfrischen Biografie Martin Schulz – vom Buchhändler zum Mann für Europa ins Berliner Büro des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, und die Autorin Margaretha Kopeinig das Buch vor.

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Vom Buchhändler zum Mann für Europa: Martin Schulz und seine Biografin Margarethe Kopeinig

Eva Steffen begrüßte die zahlreichen Zuhörer. Für sie war es die erste Veranstaltung in ihrer neuen Rolle als Verlagsleiterin des Wiener Unternehmens. Die Biografie spanne den Bogen von der Kindheit und der Familie über den Buchhändler und Kommunalpolitiker bis zu seiner europapolitischen Karriere als erster Mann im Europäischen Parlament, erklärte die österreichische Autorin und Journalistin Margaretha Kopeinig, die als Korrespondentin in Brüssel arbeitet. „Martin Schulz ist ein freier und kritischer Geist mit starken politischen Überzeugungen, der sich kaum um Moden und Mainstream schert“, schreibt sie im Vorwort des Buches, für das sie nicht nur mit Schulz, sondern auch mit Weggefährten gesprochen hat.

Schulz sei ein Mann, der Krisen nicht aus dem Weg gehe, sagte sie. Und so drehten sich die Gespräche vor allem um politische Themen wie die Visa-Freiheit für Türken, die russische Syrien-Politik und das Freihandelsabkommen CETA. Fragen zu seiner politischen Zukunft wollte Schulz jedoch nicht beantworten.

Er sei stolz auf seinen Weg, der ihn zu dem gemacht habe, was er ist, so Schulz. Ein Weg, der nicht ohne Brüche war, über die er aber gerne spricht. Denn dahinter steckt eine Botschaft: Auch wer ganz am Boden ist, kann wieder aufstehen und sein Leben neu ordnen. „Ich hatte den Faden in meinem Leben verloren“, so Schulz, der die Schule vor dem Abitur abbrach und wie er selbst sagt „in der Gosse“ landete. Doch von einem Tag auf den anderen habe er sein exzessives Leben beendet.

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Seine erste Biografie: Eva Steffen und Martin Schulz

Schulz blickte wieder nach vorn. In seiner Heimatstadt Würselen bei Aachen intensivierte er seine Aktivitäten in der SPD und er öffnete im Zentrum die Buchhandlung Martin Schulz, die er später wegen seiner Politikerkarriere an seine Mitarbeiterin Martina Schillings verkaufte. Immerhin die Initialen blieben dieselben.

Über die Frage, ob er seine Buchhandlung vermisst, musste Schulz heute nicht lange nachdenken. „Ja, sehr“, antwortete er. „Aber am meisten vermissen sie meine Kinder.“ Die seien in der Buchhandlung aufgewachsen und für sie sei es bis heute ein emotionaler Moment, wenn sie eine Buchhandlung betreten und den Duft frischer Bücher riechen. Aber auch ihr Vater ist ein leidenschaftlicher Leser geblieben: „Lesen ist ein Lebenselixier“.

ml

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