Die „Gründungs- und Führungsfigur des Blauen Sofas“ geht in den Ruhestand Bertelsmann verabschiedete Christiane Munsberg

Ein Tusch zur Verabschiedung von Christiane Munsberg gestern Abend in Berlin. In der Bar der Bertelsmann Repräsentanz mit der prominenten Adresse Unter den Linden 1 trafen sich enge Wegbegleiterinnen und Freunde um Christiane Munsberg nach mehr als 30 Jahren im Konzern in den Ruhestand zu verabschieden.

Helen Müller (r.), Christiane Munsberg und eine exklusive Schale von KPM

„Keine noch so gute Arbeitsbeziehung dauert ewig“, bedauerte Gastgeberin Helen Müller in einer ebenso warmherzigen wie humorvollen Tour durch die gemeinsame Zeit. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von Christiane Munsbergs Kenntnisreichtum, ihrer Informiertheit, Begeisterungsfähigkeit und ihrem großen Engagement, wenn es darum geht, etwas Neues aufzubauen. Die „Gründungs- und Führungsfigur des Blauen Sofas“ auf den Buchmessen und auch andernorts sei von der Literatur total begeistert, ja besessen, so Helen Müller.

In Anspielung auf Bichte, Christiane Munsbergs Mops, wandelte sie ein bekanntes Loriot-Zitat ab. „Ein Leben ohne Sofa ist möglich. Ein Leben ohne Mops und Bücher sinnlos“, sagte sie und überreichte Christiane Munsberg zum Abschied eine exklusiv für sie entworfene Schale der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM), weiß mit blauem Sofa.

Auf dem Sofa: Daniel Fiedler, Jo Schück, Christine Watty, Alfred Schrandt

Daniel Fiedler, Leiter der ZDF-Redaktion „Kultur Berlin“, holte anschließend Repräsentanten der Partner des Blauen Sofas, ZDF, 3sat und Deutschlandradio Kultur, auf das „berühmteste Möbelstück der Literaturgeschichte“. Eine Premiere: „Das erste Blaue Sofa, das nicht Christiane Munsberg organisiert hat“, so Fiedler. Im Gespräch mit Alfred Schrandt, Christine Watty und Jo Schück blickte er auf die gemeinsame Zeit zurück und auf das, was Christiane Munsberg für das Blaue Sofa getan hat. Sie alle hoben ebenfalls ihre Begeisterungsfähigkeit für Neues hervor, ganz gleich ob neue Literatur oder neue Medien.

Christiane Munsberg und ihre Nachfolgerin Laura Austen

Orte wie das Blaue Sofa seien ganz wichtig, wenn man Literatur verbreiten will, so Daniel Fiedler. Jo Schück ergänzte, es werde nicht einfach eine solcher Marke auf den Messen neu aufzubauen. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Partner des Blauen Sofas künftig getrennte Wege gehen und Bertelsmann das Blaue Sofa in Eigenregie betreiben und digitaler und internationaler ausrichten wird. Diese Aufgabe liegt dann nicht mehr in den Händen von Christiane Munsberg, sondern von Laura Austen, die gestern mitfeierte.

Die Gäste stießen noch lange auf Christiane Munsberg an, und wohl niemand von ihnen kann sich vorstellen, dass sie sich nicht weiterhin für Literatur und ihre Verbreitung einsetzt.

ml

 

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