Absage an den Umzug

Die wilden Gerüchte, die heute früh noch umliefen, haben sich in Luft aufgelöst: Der Vorstand des Börsenvereins hat in seiner Sitzung am Dienstag entschieden, dass der von vielen befürchtete Umzug innerhalb Frankfurts ausbleibt. Man hat sich dafür ausgesprochen, den Stammsitz des Börsenvereins im Großen Hirschgraben zu sanieren.

Noch heute früh war gemunkelt worden, man wolle das Thema Umzug oder Neubau in der Braubachstraße den Gremien entziehen und es zur Sache der Wirtschaftsbetriebe des Vereins machen und damit zur Sache des Aufsichtsrates machen.

BuchMarkt hatte das Thema im April d.J. publik gemacht („Die Zwickmühle“, Heft 4, S. 24 ff.) und auch die Hauptversammlung in Bonn hatte sich an dem Thema festgebissen:

Offiziell heißt es jetzt: „In der Braubachstraße wollte die Stadt Frankfurt dem Verband ein größeres Gelände in Erbpacht zur Verfügung stellen, das nach Anbau und Sanierung Platz genug für den Börsenverein und seine Wirtschaftsbetriebe geboten hätte. Zur Zeit sind der Verband und seine beiden Töchter MVB und Ausstellungs- und Messe GmbH an drei Standorten in Frankfurts City untergebracht.

Über die Bündelung unter einem gemeinsamen Dach wurde vor allem deshalb nachgedacht, weil die Liegenschaft des Börsenvereins am Großen Hirschgraben dringend sanierungsbedürftig ist und auch den gesetzlichen Auflagen nicht mehr genügt. In den vergangenen Monaten sind verschiedene Lösungsmodelle durchgerechnet worden. Nach Prüfung aller Varianten hat der Börsenvereinsvorstand nun dafür votiert, doch den Sitz am Großen Hirschgraben beizubehalten und ein entsprechendes Sanierungskonzept durch die Geschäftsführung entwickeln zu lassen.

Statt Kapital und Kräfte in den Umzug an die Braubachstraße zu investieren, sieht es der Vorstand »als vordringliche Aufgabe des Börsenvereins an, sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren«, heißt es in der Begründung des Beschlusses: Die Dreistufigkeit des Verbands, den Ausbau der Aktivitäten beim Buchmarketing und der Leseförderung, das Engagement bei Urheberrecht und Preisbindung. Zudem müsse die langfristige Stabilität der Wirtschaftstöchter sichergestellt werden, argumentiert der Vorstand. “

Letztes Wort zum Thema (s. obige Gerüchte?) : „Das Projekt Braubachstraße hätte nur dann Sinn gemacht, wenn AuM und MVB daran beteiligt worden wären. Die Abgeordnetenversammlung wird sich auf ihrer nächsten Sitzung am 11. November ebenfalls mit dem Thema befassen. “

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