Antwort auf moses Brief wg. Nonbook-Konkurrenz

moses Verleger Gert Herterich hatte am 4. Januar d.J. in einem offenem Brief dem Börsenverein vorgeworfen, er mache den eigenen Mitgliedern mit Nonbook-Verkauf Konkurrenz [mehr…].

Heute hat uns der Börsenverein die Antwort von Alexander Skipis, dem Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins zugeleitet:

Sehr geehrter Herr Herterich,

am 18. November des vergangenen Jahres hatten Sie sich mit der Aufforderung an mich gewandt, den Vertrieb von Non-Books unverzüglich einzustellen. Da dieses Anliegen unser Tochterunternehmen, die Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (MVB) betrifft, hatte ich Ihr Schreiben an den Geschäftsführer der MVB, Dr. Michael Schön, mit der Bitte um unverzügliche Klärung des Sachverhaltes weitergeleitet. In zwei ausführlichen Telefonaten mit der MVB haben Sie Ihre Position ausführlich und differenziert dargestellt. Nach Prüfung Ihrer Position und der Aufgabenstellung der MVB übermittelte Ihnen die MVB in enger Abstimmung mit mir am 2. Dezember 2005 eine abschließende Stellungnahme. Insofern weise ich Ihren Vorwurf zurück, dass es keine Reaktion des Börsenvereins gegeben hätte.

Dass sich der Börsenverein – gemeinsam mit den Tochterunternehmen – auf vielen verschiedenen Ebenen für seine Mitglieder einsetzt, kommt u.a. in der Sortimentserweiterung der MVB um Non-Books zum Ausdruck: Die Aufnahme dieser Artikel beruht auf den Marktbeobachtungen unseres Unternehmens MVB. Die positiven Reaktionen der Kunden der MVB auf dieses Sortiment bestärken uns darin, dass dieses Angebot, insbesondere von unseren kleineren Mitgliedsfirmen, als Service verstanden wird, der ihnen hilft, sich mit attraktiven Produkten am Markt zu behaupten.

Non-Books gehören nicht zum Kerngeschäft unserer Mitgliedsfirmen und sind auch nicht Gegenstand der Beitragsordnung. Insofern bitte ich Sie um Toleranz, wenn wir uns mit einer kleinen Auswahl an Produkten im Wettbewerb zu Ihrem breiten Angebot befinden. Wir bedauern es sehr, dass unser Vorschlag, eine Auswahl Ihrer Produkte über unseren Katalog anzubieten, von Ihnen abgelehnt wurde.

In den Leistungen und Angeboten des Börsenvereins und seiner Tochterunternehmen, in der ausführlichen Kommunikation mit Ihnen und in unserem konkreten Angebot an Sie kommt zum Ausdruck, dass wir uns als Verband für unsere Mitglieder engagieren – gleichermaßen für allen drei Sparten. Es liegt im Wesen dieses Verbandes, dass es dabei zu Kompromissen kommen muss. Ich möchte Sie bitten, diesen Kompromiss zu suchen und auf das Angebot der MVB einzugehen.

Alexander Skipis
Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

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