188. Hauptversammlung des Börsenvereins eröffnet

Alexander Skipis

Soeben hat Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder die 188. Hauptversammlung eröffnet. „Was die Branche stark macht, ist ihre Geschlossenheit“, sagte er und nannte Herausforderungen der Zukunft.

Erstens: Das Urheberrecht fordere ein neues Denken.
Zweitens: Flächendeckend können wir in Deutschland Bücher erwerben. Aber das sei immer weniger selbstverständlich. Angesichts des Umsatzrückganges von drei Prozent im vergangenen Jahr sei der Handel gezwungen zu handeln. „Der Buchhandel hat ein starkes, solides Fundament, aber er hat es nur, wenn der stationäre Handel Teil des Fundaments ist“, so Honnefelder.
Drittens: Die Zukunft werde in Zeiten des Wandels zum wichtigen Thema. Der Börsenverein bringe sich ein, etwa mit der E-Book-Studie und der Entwicklung der Frankfurter Buchmesse hin zu neuen Zielgruppen.

Geschäftsführer Alexander Skipis sagte, die Schwelle zur Relevanz des E-Books sei überschritten. Es gebe einen enormen Wachstumsimpuls. In Bezug auf das Internet sagte Skipis, das Sortiment müsse die Kunden auf die eigenen Plattform bringen. Aber auch die Verlage seien gezwungen ihr Handeln zu überdenken und alle Vertriebswege zu pflegen. Das Internet führe zur Monopolstrukturen. „Wer jetzt auf Amazon setzt, wird morgen möglicherweise große Probleme haben.“ Die Sparten müssten zudem aneinanderrücken um zukunftsfähig zu sein. „Wir müssen schneller, flexibler und offener für Neues werden.“

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