Anträge von AUB-Mitgliedern an die Hauptversammlung des Börsenvereins

Vier Börsenvereins-Mitglieder und AUB-Vorstände – Hartwig Bögeholz, Uwe Fischer, Lutz Herberg und Johanna Röhrl stellten Anträge an die Hauptversammlung des Börsenvereins.

AUB-Chef Hartwig Bögeholz beantragte, den Vorstand des Börsenvereins zu beauftragen, unverzüglich eine konkretisierende Interpretation des § 6 Abs. 1 BuchPrG zu erarbeiten. Dabei geht es darum, dass Rabatte nicht allein an dem mit einem Händler erzielten Umsatz ausgerichtet werden dürfen. Der Antrag wurde mit 23 Gegenstimmung und 12 Enthaltungen angenommen.

Christian Röhrl forderte Modelle einer Beitragsreform mit dem Ziel zu erarbeiten, die Beitragsstruktur so weiterzuentwickeln, dass die unteren mittleren Beitragsstufen entlastet werden. Verleger-Ausschuss-Vorsitzender Karl-Peter Winters verwies darauf, dass vollständige Beitragsgerechtigkeit eine recht schwierigen Angelegenheit sei: in einem dreistufigen Verband sind die Interessen recht verschieden. Hartmut Falter regte an, bei solchen Überlegungen die Inanspruchnahme von Börsenvereins-Leistungen mit einzubeziehen. 35 Mitglieder stimmten für diesen Antrag, die Mehrheit der Gremiums sprach sich dagegen aus.

Uwe Fischer forderte eine Zukunftsstudie ein, um Risiken Chancen bei den verschiedenen Größenklassen der Betriebe besser einschätzen zu können. Es gebe zu wenig Zahlenmaterial, um die Zukunftschancen von kleineren und mittleren Unternehmen besser einschätzen zu können. Ludwig Dohse merkte dazu an, dass es verwunderlich sei, dass die AUB-Mitglieder Beiträge senken wollen, aber deutlich mehr (und teure) Leistungen einfordern. Geschätzte Kosten einer solchen Studie: rund 80.000 €. Winters dagegen plädierte dafür, die Möglichkeit einer solchen Studie zu prüfen. 71 Mitglieder stimmten für diesen Antrag, 57 dagegen, 18 enthielten sich der Stimme.

Lutz Herberg wandelte seinen Antrag – wie von Gottfried Honnefelder vorgeschlagen – in einen Appell um: libreka! dürfe nicht allein das Leitmedium für Volltextsuche sein, sondern müsse auch DAS Portal für den E-Book-Download werden – immerhin werde libreka! ja wesentlich über Mitgliedsbeiträge finanziert.

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