Fachgruppe: Der Zwischenbuchhandel muss innovativer werden

Podiumsdiskussion: Lutz Saling, Holger Bellmann, Matthias Heinrich, Stefan Schierke, Ludger Wicher (v.l.)

„Welche Rolle spielt der Zwischenbuchhandel beim E-Content?“, dieser Frage stellte sich die Fachgruppe Zwischenbuchhandel in einer Podiumsdiskussion heute auf den Buchhändlertagen. Das Gespräch moderierend fragte Matthias Heinrich, Geschäftsführer von Brockhaus Commission, ob das E-Book eine Bedrohung für für den Zwischenbuchhandel sei. Unsicherheit, aber auch Selbstkritik war dabei zu hören.

Für Ludger Wicher, Geschäftsführer HGV, stehe fest, dass der Zwischenbuchhandel seine Geschäftsmodelle erweitern müsse und auch Dienstleistungen im E-Content-Bereich anbieten müsse. Im Gegenteil, er sehe dort Erweiterungchancen. Dem pflichtete Lutz Saling aus der Geschäftsfühung von Umbreit bei und ist sich sicher: „Wenn man die Entwicklungen beim Non-Books sieht und wie wir gelernt haben dort große Mengen zu bewegen, dann werden wir auch E-Content bewegen, davor muss man keine Angst haben“, sagte er.

„Wenn ich den Ranzen meiner Kinder mit den veralteten Inhalten in den Schulbüchern sehe, dann muss ich Schwarzenegger Recht geben, dass Schulbücher vielleicht nur noch digital zu Verfügung stehen, auch wenn das unpopulär klingt“, sagte Stephan Schierke, Geschäftsführer Arvato Services und damit zuständig für die VVA, darauf müsse sich auch der Zwischenbuchhandel einstellen und entsprechende Modelle entwickeln.

Holger Bellmann, Sprecher der Geschäftsleitung Libri sieht große Aufgaben auf den Zwischenbuchhandel zukommen. „Die größten Revolutionen kamen immer von außerhalb“, sagte er. Das sei mit den Internetunternehmen und dem Buchmarkt so ähnlich. „Die Frage ist, wie innovativ wir sein können.“ Als Barsortiment lebe man bereits von Geschwindigkeit und sei mit der Katalogarbeit auch nahe am digitalen Markt. Aus seiner Sicht sei die Homogenität der Buchbranche nicht zu halten. „4000 mal 4000 Kunden können Sie nicht so einfach managen. Dafür braucht man Aggregatoren“, so Bellmann. „In fünf bis sieben Jahren können wir als Barsortiment auch die digitale Verlagsauslieferung bieten.“

Die Reaktionen zeigten, dass damit der Wettbewerb zwischen Barsortimenten und Verlagsauslieferungen weiterhin neuen Stoff bekommt.

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