Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland wollen fusionieren

Auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 31. Januar 2011 haben die Vorstände der drei Landesverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland beschlossen, in ihren diesjährigen Mitgliederversammlungen den Zusammenschluss zu einem gemeinsamen Landesverband im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu beantragen.

„Damit soll der erfolgreiche Weg der Kooperation der bisher noch selbständigen Landesverbände fortgesetzt. Klaus Feld, der gemeinsame Geschäftsführer der drei Verbände: „Der gemeinsame Landesverband Hessen – Rheinland-Pfalz – Saarland soll vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitgliederversammlungen am 1. Januar 2012 seine Arbeit aufnehmen“.

Die bereits seit 2002 bestehende Kooperation der drei Landesverbände mit der gemeinsamen Geschäftsstelle in Wiesbaden hat diesen bisher schon Jahr für Jahr Kosteneinsparungen in der Größenordnung von 70.000 Euro gebracht. Damit konnten die Mitgliedsbeiträge niedrig gehalten werden. Sie liegen derzeit z. B. bis zu einem Drittel unter jenen in NRW.

Mit der Fusion können weitere Kostensenkungen durch zusätzliche Verringerung der Geschäftsstellenkosten, Verkleinerung der Gremien und Wegfall von satzungsmäßig vorgeschriebenen Jahreshauptversammlungen realisiert werden.

Durch den Wegfall von parallelen Aufgaben für die derzeit noch drei Landesverbände wird vor allem Raum geschaffen für die Betreuung der Mitglieder. Gerade die Umstellung der Lernmittelfreiheit im Saarland und in Rheinland-Pfalz in den vergangenen beiden Jahren hat die Notwendigkeit einer Mitgliederbetreuung, die auf die landesspezifischen Gegebenheiten eingeht, deutlich vor Augen geführt. Umgesetzt wurde dies durch eine Regionalisierung der Mitgliederversammlungen, aber auch durch unzählige Einzelgespräche, in denen auf die Fragen und Sorgen der Mitglieder individuell eingegangen wurde.

„Ich bin sehr froh, dass wir nach Abwägung aller Argumente mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz gemeinsam zu der Überzeugung gekommen sind, dass die Fusion aus Sicht unserer Mitglieder die beste aller Optionen darstellen dürfte und wir deshalb diese Alternative vorschlagen werden. Durch die deutliche Verschlankung der Strukturen und der damit verbundenen weiteren Effizienzsteigerung kann der Verband seine Mitglieder bei allen Fragen und Herausforderungen vor Ort noch besser unterstützen. Dabei bleibt der politische Einfluss der Mitglieder auf „ihren“ Landesverband erhalten, so dass jedes Mitglied auch zukünftig mit seinem Ideenreichtum und seinen Wünschen die Schwerpunkte der Aufgaben bestimmen kann“, so Andreas Auth, Vorsitzender des Landesverbandes Hessen.

Die Vorstände der drei Landesverbände sehen diesen Weg als erfolgversprechend an, der weiter fortgesetzt werden soll. Zugleich unterstreicht die Erfahrung der letzten beiden Jahre aber auch die Notwendigkeit, die regionale Interessenvertretung vor Ort in der eigenen Hand zu behalten. Auf diese Weise können sich die Mitglieder unmittelbar engagieren, haben in ihrer Region auch auf der Ehrenamtsseite direkte, ihnen bekannte Ansprechpartner, kommen bei den vergleichsweise kleineren Mitgliederversammlungen in der Region zu Wort und können dort an den zu treffenden Entscheidungen mitwirken. Der neue Landesverband bleibt dabei offen für die Zusammenarbeit und Kooperationen mit anderen Landesverbänden und dem Bundesverband, die zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und zur Verringerung von Kosten führen.

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