Wird durch öffentliche Vergabepraxis von Aufträgen die Preisbindung umgangen? Thomas Wrensch: „Ein Skandal“

Heute in der Hannoverschen Allgemeinen ein Bericht über die Vergabepraxis bei öffentlichen Aufträgen – eine Reihe von Bibliotheken und Ämtern würden neuerdings nicht mehr bei Buchhandlungen vor Ort bestellen, sondern sich auf Großhändler konzentrieren, außerhalb Niedersachsens und möglicherweise unter Umgehung der Buchpreisbindung – eine Praxis, die auch anderswo „Schule“ macht [mehr…]. Für Aufregung in Niedersachsen sorgt jetzt eine Großbestellung des Celler Oberlandesgericht (OLG): Im Juni schrieb das Haus für alle Gerichte im Geschäftsbereich eine Bestellung über knapp 1000 Kommentare und Gesetzesbände aus – mit dem Zusatz: „Einen eventuellen Skontoabzug bitte ich auszuweisen.” Vier der angeschriebenen fünf Händler bekamen Absagen – „da ein Mitbewerber ein günstigeres Angebot abgegeben hat”, heißt es wörtlich darin. „Ein Skandal”, schimpft der Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes der Buchhändler und Verleger, Thomas Wrensch. Denn die geltende Buchpreisbindung verbietet Preisnachlässe ausdrücklich. http://www.haz.de/kultur/nachrichten/141054.html

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